Mateschitz kauft den Salzburgring

IGM-S-Geschäftsführer Alex Reiner garantierte, dass nur das Gelände zu kaufen ist: "Wir führen den Ring so weiter wie bisher."
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  • hochgeladen von Manuel Bukovics

PLAINFELD (buk). Völlig überfüllt war das Restaurant am Salzburgring bei einer Informationsveranstaltung zur Zukunft der Rennstrecke. Initiiert hatte das Treffen zwischen Vertretern der Interessensgemeinschaft Salzburgring (IGM), Politikern und Anrainern, Koppls Bürgermeister Rupert Reischl. "Es sind viele Gerüchte und Halbwahrheiten im Umlauf", sagt der Ortschef. Sein Ziel war es, die Anrainer auf den gleichen Wissensstand zu bringen.

"Fest steht, dass Dietrich Mateschitz den Salzburgring kauft – allerdings als Privatperson", erzählt IGM-Geschäftsführer Alexander Reiner. Dennoch ändere sich unterm Strich kaum etwas. "Wir haben Vereinbarungen mit dem Land Salzburg, die etwa die maximale Anzahl an Rennveranstaltungen pro Jahr auf sieben festlegen. Diese Verträge bleiben natürlich bestehen", so Reiner. Lediglich die Pacht müsse die Interessensgemeinschaft dann künftig nicht mehr an das Land Salzburg – den aktuellen Besitzer –, sondern an Mateschitz bezahlen. Anfragen nach Veränderungen, etwa einer Ausdehnung des Ringes, müssten zudem ausschließlich über das Land Salzburg abgewickelt und dort genehmigt werden.

Neues Pressezentrum?

"Viele profitieren von der Wertschöpfung der Rennstrecke", betont Reischl. Wichtig sei, dass die IGM weiterhin als Betreiber fungiere. Dennoch sei ein Investor unbedingt nötig, um die Rennstrecke weiter zu betreiben. IGM-Chef Reiner hofft hier unter anderem auf Unterstützung beim Bau eines neuen Pressezentrums, das die Betreiber dann ebenfalls pachten wollen. "Darin sollen etwa 400 Menschen Platz haben und auch Veranstaltungen stattfinden", wünscht sich der Geschäftsführer und verspricht: "Die Anzahl der Events wird dadurch nicht nach oben gehen, aber die Qualität soll sich deutlich verbessern."

Als größte geplante Investition des Ringes selbst steht derzeit eine Erweiterung des Zufahrtstunnels an, damit Lkw künftig nicht mehr über die Strecke geleitet werden müssen. "In den letzten Jahren haben wir mehr als 20 Millionen Euro investiert, die der heimischen Wirtschaft zugute kommen", erzählt Reiner und ergänzt: "Kein Cent davon stammt aus Steuergeldern. Wir erhalten uns selbst."

Bürgerbeirat einberufen

Um den Beschwerden der Anrainer – die hauptsächlich den Lärmschutz betreffen – Gehör zu verschaffen, hat Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener am Informationsabend den Bürgerbeirat aus dem Winterschlaf geweckt. "Der Beirat wurde 1994 als Auflage gegründet und hat bis 2004 gut funktioniert", erzählt er. "Seither hat es kaum Beschwerden der Anrainer gegeben, weshalb wir ihn bislang nicht mehr aktivieren mussten." Laut Bürgermeister Reischl soll diese Institution im Oktober neu besetzt werden. Sie soll garantieren, dass die Belastungen der Anrainer künftig reduziert werden. "Kritik ist wichtig und nötig, aber wir müssen alle zusammenarbeiten", ist Reischl überzeugt.

Hier geht's zum Kommentar "Ein Rundkurs für den Dosenkönig"

Autor:

Manuel Bukovics aus Salzburg-Stadt

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