18.10.2017, 08:00 Uhr

Bäume blockieren Waldweg

Der Waldweg führt nicht nur am Wallerseeufer, sondern auch an dem ein oder anderen entwurzelten Baum entlang.

Die Sturmschäden auf der Marienhalbinsel machen der IG Wallersee auch nach zwei Monaten noch Sorgen.

HENNDORF (jrh). Vor genau zwei Monaten zog ein heftiger Sturm über das Bundesland Salzburg und hinterließ – auch im Flachgau – eine Spur der Verwüstung. Inzwischen sind die Sturmschäden fast überall weggeräumt und sorgen eigentlich nirgendwo mehr für Gefahr. Nicht so auf der Marienhalbinsel – welche laut IG Wallersee "einen öffentlichen Zugang zum Ufer des Wallersees gewährleisten sollte". Dort sind die Sturmschäden noch sichtbar und blockieren sogar teilweise den Waldweg.

Warten auf "Maßnahmen"

Die Interessengemeinschaft Wallersee (IG Wallersee), die die Anrainer der Seegrundstücke vertritt, hat zwei Tage nach dem Sturmereignis die Landesregierung (Grundbesitzer der Marienhalbinsel) schriftlich auf die dortige Gefährdung von Passanten hingewiesen und "Sofortmaßnahmen" gefordert. Die Antwort der zuständigen Behörde ließ nicht lange auf sich warten. Am 21. August hieß es von Seiten der Landesregierung in einer schriftlichen Stellungnahme, dass die Baumschäden noch "in dieser Woche prioritär abgearbeitet" werden. "Geschehen ist seither noch nichts", berichtet der Obmann der IG Wallersee, Heimo Mooslechner.

Situation "gefährlich"

"Es liegen auf der ganzen Insel verteilt umgestürzte Bäume, welche teils auch komplett entwurzelt wurden", stellt Mooslechner fest und schätzt die Situation auf der Marienhalbinsel nach wie vor als "gefährlich" ein. Besonders die noch nicht gänzlich umgestürzten Bäume stellten eine permanente Gefahr für "Leib und Leben der Passanten" dar. Der Waldweg wird aktuell durch mehrere am Boden liegende Bäume unterbrochen beziehungsweise blockiert. "Ein Fachmann sollte sich so schnell wie möglich darum kümmern", fordert Mooslechner.

Das Land weiß Bescheid

Auf Bezirksblätter-Nachfrage hieß es aus dem Büro von Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, dass "der Liegenschaftsverwaltung und dem Baumschutzbeauftragten des Landes die Sturmschäden auf der Marieninsel bekannt sind und diese zu gegebener Zeit beseitigt werden". Das Land wird die Schäden, die der Sturm vor zwei Monaten in mehreren Teilen des Landes angerichtet hat, nach einer "Prioritätenliste" abarbeiten. Bei der Marieninsel handelt es sich – laut der Stellungnahme – um ein "reines Waldgrundstück" des Landes, welches auch über "keinen offiziellen öffentlichen Zugang" verfügt. "Vorrang bei der Beseitigung der Sturmschäden haben öffentliche Flächen." Vorerst heißt es also weiter "bitte warten".
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