30.11.2016, 16:58 Uhr

Busspur von Obertrum nach Elixhausen

Rene Kuel, Markus Kurcz und Wolfgang Wagner aus Mattsee, Elixhausen und Köstendorf bei der Pressekonferenz

Flachgauer Gemeinden wollen mitreden beim öffentlichen Nahverkehr

ELIXHAUSEN/MATTSEE (lin). "Busspuren ausbauen, die Busse aus den Gemeinden über die Autobahn auf verschiedenen Routen an die Stadt anbinden, klare Viertel- oder Halbstunden-Takte der Busse und attraktive Einzel- und Pauschaltarife" - das sind die vier wesentlichen Forderungen vieler Flachgauer Bürgermeister. "Alles was bisher so gemacht wurde im regionalen Nahverkehr ist Stückwerk", sagte der Mattseer Rene Kuel, Obmann des Gemeindeverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Flachgau II, bei einer Pressekonzerenz. Und Kollege Markus Kurcz aus Elixhausen fügte hinzu, die Verlängerung der Obusse sei vielleicht in Grödig sinnvoll. "Aber wie ein Obus im Winter auf der steilen Straße durch unseren Ort funktionieren soll, das schau ich mir an. Ein Obus für Elixhausen ist nicht einmal Thema."

Gemeinden wollen mitreden

"Die Stadt Salzburg, das Land Salzburg oder die Salzburg AG, alle denken sich irgenwelche Einzelmaßnahmen aus", argumentiert Kurcz weiter. "Die sind für sich gesehen vielleicht gut und richtig. Aber es geht um Abstimmung mit den Gemeinden. Wir wissen, welches Angebot für die ständig steigende Zahl von Menschen im Flachgau nötig ist, damit die Leute auf den Bus umsteigen. Es ist logisch, sinnvoll und eigentlich selbstverständlich, dass die Verkehrspolitik nur gemeinsam mit den Gemeiden gemacht werden kann".

Busspur leicht gemacht

Für die sechs Kilometer lange Strecke von Kothäusl in Obertrum bis an den Nordrand von Elixhausen liegen die Pläne für eine Busspur seit Jahren auf dem Tisch. Da gab es bereits Gespräche über Grundablösen, und es liegt sogar eine Wasserrechtsgenehmigung vor. "Das heißt nicht, dass es keine Schwierigkeiten mehr geben könnte", sagte Rene Kuel, "aber ein Großteil der Strecke führt über Grund vom Land. Wenn man will, geht das auch. Jedenfalls wäre es sinnvoll, argumentieren die betroffenen Bürgermeiaster unisono.

Viele Wege in die Stadt

Das Stichwort heißt "Durchbindung von Regionalkursen". Die Bürgermeister bemängeln, dass alle Regionalbusse sternförmig auf den Salzburger Hauptbahnhof zuführen. Markus Kurcz: "Die Leute müssen auf verschiedenen Wegen in die Stadt. Wer zum Beispiel in Lehen/Lieferiung arbeitet, oder in eine der Schulen im Norden und Westen der Stadt muss, für den ist das Umsteigen beim Bahnhof pure Zeitvergeudung. Aber die Busse dürfen viele Haltestellen nicht anfahrten, weil Kozessionen des Landes fehlen. Da könnten schnell und billig wirksame Verbesserungen erreicht werden."
Eines dürfte die Öffentlichkeits-Aktion des Flachgauer Verbandes für den öffentlichen Regionalverkehr bereits gebracht haben. Das Land hat Bereitschaft signalisiert, die Bürgermeister zu den Verkehr-Verhandlungen und Gesprächen einzulanden.
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