05.10.2017, 15:00 Uhr

Das Wohnzimmer für die Region

Im "Wohnzimmer für die Region" bieten Wolfgang und Karin Plainer Platz für alle Generationen.
Eine einzigartige Idee verwirklichte Cafetier Wolfgang Plainer auf touristisch-gastronomischer Ebene in Straßwalchen.
STRASSWALCHEN (schw). "Als der Spar-Markt in der Mondseer Straße einen neuen Einkaufsmarkt errichtet hatte und das alte Gebäude mit seiner großen Fläche leer stand, war die gesamte Gemeinde auf der Suche nach Ideen. Die Frage war, wie man das große Geschäft wieder mit Leben füllen kann", erzählt Wolfgang Plainer vom gleichnamigen Café, der mit Gattin Karin sich rund eineinhalb Jahre für den Umbau des ehemaligen Supermarkts Zeit ließ. “Wir hatten absolut keinen Plan. Eine Sache ergab die andere. Eingerichtet wurde das Café mit Mobiliar verschiedener Stilrichtungen. Wir haben eine Atmosphäre geschaffen, in der sich alle Gäste wohlfühlen. Dafür haben wir viel Lob erhalten”, Den Anstoß für die Realisierung des Projekts gab dem Unternehmer die ehemalige Plusregion-Geschäftsführerin Silke Schlick. "Wir haben den Entschluss gefasst, ein Wohnzimner zu schaffen mit allem, was dazu gehört, und für alle Generationen. Wir bieten als kleiner Nahversorger auch Produkte wie Milch, Brot und Butter an", so Plainer. Mit dem Leader-Programm zur Umsetzung neuer Ideen und zur Steigerung der Wertschöpfung in der Region Salzburger Seenland konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Das "Wohnzimmer für die Region" wurde als Nahversorgungskonzept entwickelt, das den Ortskern beleben soll. “Sehr gut unterstützt wurden wir von Leader-Managerin Claudia Haberl”, ist der Straßwalchner froh. Das Konzept kommt nicht nur der Wirtschaft zugute, sondern es schafft mit Zusatz- und Freizeitangeboten in den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur ein Pilotprojekt für die Region Salzburger Seenland. Zahlreiche Kooperationen mit der Wirtschaft und der Landwirtschaft zielen auf die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region ab. Durch den Dorfladen im “Wohnzimmer” entsteht eine Angebotsvielfalt, bei der unterschiedliche Geschäftsbereiche gemeinsam vermarktet und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Regionale Produzenten und Dienstleistungsbetriebe können ihre Produkte und Kunstwerke kostenlos präsentieren und die Veranstaltungstechnik für kleinere Veranstaltungen nutzen. Dadurch kommt es zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Eine enge Kooperation verbindet das Café Plainer auch mit der Plusregion, der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Straßwalchen, Neumarkt und Köstendorf. Das Projekt ist mit der Vernetzung von nachhaltigen Gesellschaftsstrukturen in Verbindung mit der Wirtschaft ein einzigartiges Projekt in Österreich. “Die Zukunftsprognosen für die Wirtschaftlichkeit wurden genau kalkuliert und passen sich dem bisherigen ergebnisorientierten Erfolgsmuster des Cafés an”, so Plainer.
Als Begegnungs- und Austauschort wird in angenehmer Atmosphäre Bildung und Kultur vermittelt. Vorträge, Multimedia-Shows, Workshops, Seminare sowie künstlerische Beiträge werden regelmäßig abgehalten. Für die junge Generation wurde eine modern gestaltete Lounge eingerichtet, für die älteren Semester wurden die Versorgungswege kurz angelegt. Konzipiert ist das Café als lebendiger Treffpunkt für alle Bevölkerungsschichten, die einen Platz zum Einkaufen, Konsumieren und Verweilen vorfinden. Ansprechend gestaltet wurde das “Wohnzimmer” nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für Vereine und größere Gruppen, die im barrierefrei errichteten Café leicht Platz finden. Die kreative Innovation im Ortszentrum von Straßwalchen ist nicht nur für neue Besuchergruppen, sondern auch für Menschen mit Beeinträchtigung bestens geeignet. Karin und Wolfgang Plainer legen Wert auf eine Bandbreite an regionalen Produkten und einer biologischen Vielfalt. “Mit der Errichtung einer nachhaltigen und regionalen Versorgungsstruktur als Nahversorger im Ortszentrum vermeiden wir lange Verkehrswege”, so Plainer und fügt hinzu: “Auch das Thema Energie spielt bei uns eine wichtige Rolle. Wir haben eine Solaranlage in Planung.” Das Unternehmen beschäftigt derzeit 16 Mitarbeiter.

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