28.06.2017, 05:00 Uhr

Der Marktplatz mit Gelbstich

Der gelbe Splitt Mastix Belag prägt das Ortsbild von Thalgau. Durch den helleren Farbton gibt es keine Hitzeschäden. (Foto: Fabian Lassnig)

Die Begegnungszone im neuen Thalgauer Ortszentrum punktet mit gelbem Asphalt.

THALGAU (jrh). Was lange währt, wird endlich gut. Beim Thema Marktplatz mussten sich die Bürger der Gemeinde Thalgau in Geduld üben. 1998 wurde die Engstelle der Landesstraße beim ehemaligen Gasthaus "Etter" entschärft. Im Oktober 2000 wurden bei einem Bürgerstammtisch erste Überlegungen für weitere Verkehrslösungen besprochen. Daraus gingen fortschrittliche Ideen, Pläne und Konzepte hervor. Diese wurden allerdings im Sommer 2002 verworfen bzw. als nicht umsetzbar zurückgewiesen. 2004 brachte der frischgewählte Bürgermeister Martin Greisberger die Thematik wieder ins Rollen. Mit Erfolg. Fünf Jahre später wurde mit den ersten Bauarbeiten für den neuen Marktplatz begonnen. Das Projekt wurde schließlich – nach fast 20 Jahren Anlaufzeit – im Frühjahr 2017 fertiggestellt.

Ortskern wird belebt

Im Zentrum von Thalgau gibt es jetzt neben den kunstvollen Sitzmöglichkeiten sogar einen Springbrunnen. "Der neue Marktplatz belebt unseren Ortskern", ist Bgm. Martin Greisberger überzeugt. "Ich habe viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen. Umso mehr freut es mich, dass dieses Projekt endlich zu einem positiven Abschluss gekommen ist", so Greisberger weiter.

Konzept ohne Schutzweg

Außerdem wurde auch eine rund 300 Meter lange Begegnungszone auf der Landesstraße errichtet. "Wir haben analysiert, wo und wie viele Personen die Straße in Thalgau queren. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Schutzwege gar nicht wirklich genutzt werden", erzählt der Bürgermeister im Bezirksblätter-Interview. "Daher haben wir auf ein Konzept gesetzt, das alle Verkehrsteilnehmer auf eine Ebene stellt", erläutert Greisberger die Entscheidung.

Gelbe Landesstraße

Für die Begegnungszone wurden alle Straßenmarkierungen entfernt und stattdessen mit gelbem Asphalt gekennzeichnet. "Man hat als Autofahrer das Gefühl, einen Platz zu befahren und keine Straße. Durch diese Unsicherheit fährt man automatisch langsamer und vorsichtiger. Frei nach dem Motto: Sicherheit durch Unsicherheit", argumentiert Greisberger.
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