12.06.2017, 13:14 Uhr

"Der Salzburgring ist etwas anders"

Stefano Comini schaffte es in beiden Rennen auf den dritten Rang (im Bild mit Mat'o Homola und Dusan Borkovic). (Foto: TCR International Series)

Zum dritten Mal gastierte die TCR International Series im Nesselgraben und bot einige spannende Duelle.

PLAINFELD (buk). Mit spannenden Windschatten-Duellen, harten Zweikämpfen und zahlreichen Überholmanövern sind die Rennen der TCR International Series am Salzburgring über die Bühne gegangen. Dabei sind 24 Piloten aus 14 Ländern mit Fahrzeugen von sieben verschiedenen Herstellern an den Start gegangen. Ins Ziel haben es nicht alle geschafft. Das erste Rennen musste nach einem Crash des bis dato Führenden der Gesamtwertung, Jean-Karl Vernay, abgebrochen werden.

Der Wunsch nach Regen

Dabei hat gerade Vernay bereits im Vorfeld erzählt, dass er den Salzburgring nicht wirklich leiden kann: "Wir haben bei unserem Auto nicht genügend Geschwindigkeit für diese sehr spezielle und schnelle Strecke, die nur sechs Kurven hat." Die Gegend an sich gefällt ihm hingegen sehr gut, lebte der Franzose doch während seiner Zeit bei Red Bull bereits eine Zeit lang in Fuschl. Vernays Wunsch nach Regen, wodurch der Top-Speed beim Rennen nicht mehr das Wichtigste gewesen wäre, hat sich nicht erfüllt.

"Oldschool-Rennstrecke"

Dass der Salzburgring tatsächlich "immer etwas anders" ist, bestätigt auch der Schweizer Stefano Comini, der letztes Jahr die Serie für sich entscheiden konnte. Im Gegensatz zu Vernay gefällt ihm der Track hingegen sehr gut. "Es ist eine Oldschool-Rennstrecke und ich fahre hier sehr gerne", erzählt der Schweizer, der sich selbst auch als "Oldschool-Rennfahrer" bezeichnet, und hin und wieder ganz gerne raucht und trinkt – wie früher unter den Piloten üblich. Doch auch diesem Profi flößt die berüchtigte Fahrerlagerkurve ordentlich Respekt ein: "Hier muss man einfach genügend Mut mitbringen."

Zwei Sprintrennen

Insgesamt wurden am Sonntag zwei Sprintrennen über jeweils 60 Kilometer gefahren. Das erste konnte Dusan Borkovic aus Serbien auf Alfa Romeo vor Mat'o Homola aus der Slovakei auf Opel und Comini auf Audi für sich entscheiden. Im zweiten Rennen hatte Honda klar die Nase vorne. Hier holte sich Roberto Colciago vor seinem Teamkollegen Attila Tassi den Sieg. Dicht dahinter folge erneut Comini auf Rang drei.

Rang vier für Österreicher

Dabei sieht der Schweizer den Salzburgring beinahe schon als eine Art "Heimstrecke". Neben dem Ambiente und der schönen Umgebung seien hier immer viele Fans aus der Schweiz vor Ort. Dennoch war heuer der Heimvorteil klar auf Seiten des 23-jährigen Lokalmatadors Thomas Jäger. Der Niederösterreicher ergatterte einen Gaststart für Opel und hat sich in beiden Rennen direkt hinter Comini auf Rang vier eingeordnet. "Ich glaube, das war mehr als wir alle erwarten konnten. Dass wir hier so auftrumpfen, ist unglaublich", erzählt er.


Hier geht's zum Kommentar: "Fahrer kennen das Motorsport-Risiko"

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