12.07.2016, 08:56 Uhr

Elektrisierendes Treiben am Electric Love Festival

Feiern bis in die Morgenstunden am Electric Love Festival. (Foto: Electric Love/Matic)

Eine Bilanz nach tagelanger Tanzfreude am Salzburgring

KOPPL (eve). Elektrisierende Liebschaft am Salzburgring. Ganz im Sinne des Festival Titels besuchten heuer zum vierten Mal täglich bis zu 40.000 Musikbegeisterte Österreichs größtes Electro-Musikfestival. An vier Festivaltagen von Mittwoch, 6. bis Samstag, 9. Juli tanzten dort Besucher aus mehr als 45 Nationen zu den Klängen von Electro, Trance, oder Hardstyle. Die Künstler sind neue und alte Bekannte der Szenenkenner und feuerten täglich die tanzwütige Meute an. Auf der MainStage brachten unter anderem Don Diablo, Armin van Buuren, Nero oder das amerikanische DJ Duo Jack Ü den Nesselgraben zum Beben. Eine kleine Enttäuschung mussten Fans des Samstäglichen Headlines „Hardwell“ verkraften - der niederländische DJ konnte aufgrund eines Streiks der französischen Luftraumbehörde nicht nach Salzburg fliegen.

Einsatzkräfte behalten den Überblick

Neben kräftigem Sonnenschein und hitzigen Temperaturen blieb die Stimmung großteils friedlich aber nicht immer gewaltfrei: Eine Vergewaltigung, drei Anzeigen wegen sexueller Belästigung, 14 Körperverletzungen, 23 Diebstähle, 121 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz. Die Einsatzkräfte waren mehr als noch im Jahr zuvor gefordert. „Es gab zwar mehr als 50% mehr Suchtmittelaufgriffe im Vergleich zum Vorjahr und wir sahen auch eine geringe Steigerung bezüglich Körperverletzungen und Diebstahl.“ sagt Johann Mayrhofer vom Bezirkspolizeikommando Salzburg Umgebung. „Die Veranstaltung verlief also leider nicht gewaltfrei, jedoch in absolut unterem Level.“

Auch das Rote Kreuz war immer wieder zur Stelle wenn kleine Wehwehchen oder größere Wunden versorgt werden mussten. Anton Holzer, Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes zeigt sich aber zufrieden: „Am Festivalgelände kam es zu 2.135 Hilfsleistungen des Roten Kreuzes. Davon wurden aber nur 192 ins Krankenhaus gebracht und 631 zu Notärzten vor Ort. Die meisten dieser Einsätze beschränkten sich auf kleinere Verletzungen wie Schnittverletzungen, Knöchelverletzungen und viele Folgen des warmen Wetters wie Sonnenbrände oder Hitzekollapse.“ Laut Holzer gab es rund 100 Alkoholvergiftungen am Tag und einen auffallend geringen Drogenmissbrauch. Sehr positiv wäre auch, dass nur sehr wenige Verletzungen durch Raufereien entstanden.
2017 werden die Helfer wieder im Einsatz sein – die Veranstalter planen bereits das fünfte Electric Love Festival.

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Franz Fuchs aus Flachgau | 12.07.2016 | 09:50   Melden
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