12.07.2018, 12:00 Uhr

Faistenau feiert umweltfreundlich

64 umweltfreundliche Veranstaltungen wurden im vergangenen Jahr als "Green Event Salzburg" zertifiziert. (Foto: Franz Neumayr)

Zu feiern und dabei auch auf die Umwelt zu achten, ist längst kein Widerspruch mehr.

FAISTENAU (jrh). Unter der 1.000-jährigen Linde am Dorfplatz von Faistenau gemütlich beieinander sitzen, feiern, Getränke und Speisen aus der Region genießen – und dabei auf die Umwelt schauen. Umweltfreundliche Veranstaltungen werden seit 2017 durch das Land als "Green Event Salzburg" zertifiziert. Die Faistenauer Sommerabende sind solch ein Green Event. 64 Veranstaltungen waren es im vergangenen Jahr, heuer gibt es bereits 41 Anmeldungen. "Die regionalen Organisationen machen dies aus eigener Überzeugung und völlig freiwillig", freut sich Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Ökologischer Fußabdruck

Klimaschonende Veranstaltungen, Feste und Events boomen. Ein Green Event zeichnet sich dadurch aus, seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Das heißt, bei der Organisation der Veranstaltung finden die Themen Ressourcenschonung, Klimaschutz, Abfallvermeidung, Regionalität und umweltfreundliche Mobilität besondere Beachtung.

"Mehrwert für das Image"

"Wir möchten damit möglichst viele motivieren, ihre Veranstaltung nach den Kriterien von Green Event Salzburg zu organisieren. Das garantiert allen Besuchern, dass regional, umweltbewusst und qualitativ hochwertig veranstaltet wird. Es entsteht auch ein Mehrwert für das Image der Veranstalter", ist Schellhorn überzeugt und betont: "Noch dazu ist die Umsetzung und damit der Schutz der Umwelt keinesfalls teurer."

Meistens Feste von Vereinen

"Meistens sind Green Events Feste von Vereinen. Aber es gibt auch immer mehr Einreichungen von Tourismusverbänden und Firmen", so Sabrina Felhofer, die beim Land Salzburg für die Green Events zuständig ist.

Kriterien für die Green Events

Um als "grüne" Veranstaltung zu gelten, gibt es verschiedene Kriterien, die eingehalten werden müssen. Dies beginnt schon bei der Anreise: Sie soll möglichst umweltfreundlich sein, etwa durch Erreichbarkeit per Bahn oder Bus. "Abfall soll vermieden und getrennt sowie regionale Lebensmittel eingekauft und verwendet werden. Zudem soll der Ressourcenverbrauch so niedrig wie möglich sein", so Felhofer, die auch gerne kostenlos Tipps gibt, wie man gewisse Maßnahmen am besten umsetzen kann.

Veranstaltungstipp

Die Faistenauer Sommerabende finden übrigens jeden Freitag ab 20 Uhr auf dem Dorfplatz statt. Der Eintritt ist frei.

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