06.06.2017, 11:35 Uhr

Faustballer erstrahlen im neuen Flutlicht

Die Mannschaft des ASKÖ Seekirchen: Gerhard Strasser (ganz links) und Trainer Joachim Huthmann (rechts unten) mit den Spielern.

Im Streit um die Flutlichtanlage in Seekirchen wurde ein Kompromiss gefunden - die Nützung ist nun eingeschränkt möglich. Die Spieler freuen sich trotzdem.



SEEKIRCHEN (big). Brasilien, Deutschland, die Schweiz – und Österreich. Das sind die vier Top-Nationen in Sachen Faustball. Ein überraschendes Ranking, ist Faustball doch „nur“ ein Nischensport in unserem Land. Vor allem in Seekirchen am Wallersee gibt es aber einen sehr aktiven und erfolgreichen Verein. Der ASKÖ Seekirchen beheimatet unter seinen rund 60 aktiven Mitgliedern etwa Vize-Weltmeister oder Vize-Europameister.

Seit 1980 wird am Schulsportplatz trainiert, was aber jahrelang fehlte war eine neue Flutlichtanlage. „Die alte war nicht mehr zeitgemäß. Jetzt können wir endlich die neue Anlage nutzen – es war aber eine schwere Geburt“, spielt ASKÖ Vereinsobmann Gerhard Strasser auf die jahrelangen Verhandlungen der Gemeinde mit Anrainern des Sportplatzes an. Diese wollten keine Masten und kein Licht vor ihrem Balkon.


Zu wenig Licht für die Bundesliga

Nun wurde ein Kompromiss gefunden. „Wir mussten in die Lichter einen Filter einbauen, der 30 Prozent von der Helligkeit wegnimmt. Wir sind froh, jetzt Licht für abendliche Trainings zu haben – Bundesliga-Spiele sind so aber nicht möglich. Es ist schade, nicht das volle Potential ausschöpfen zu können. Es wären vielleicht zwei Spiele pro Monat gewesen, die jetzt nicht stattfinden können“, sagt Strasser.
Außerdem Teil der Vereinbarung mit den Anrainern: während der Woche heißt es um 21:30 Uhr, am Wochenende um 20:30 „Licht aus“.

Seekirchnens Faustball-Spieler freuen sich trotzdem. „Die Trainingsqualität steigert sich durch die Flutlichtanlage sehr. Wir werden alle älter, die Schule, die Arbeit dauert länger – die Möglichkeiten sind jetzt verbessert“, sagt Vize-Europameister Florian Putre. Der 20-Jährige spielt seit zwölf Jahren Faustball. Seine Begeisterung für den Sport entdeckte er in der Schule als ASKÖ-Obmann Strasser den Kindern Faustball präsentierte.

Ziel: erste Bundesliga

Auch Vize-Weltmeister Leo Scheidler wurde von Strasser „angeworben“. „Ich spiele seit elf Jahren. Es ist ein guter Ausgleich zur Schule und ich kenne die ganze Mannschaft von klein auf“, erzählt der 18-Jährige. Erklärtes Ziel der beiden: der Aufstieg des ASKÖ Seekirchen in die erste Bundesliga.
Die Trainings finden übrigens dreimal die Woche statt - wer mag, kann gerne dazukommen. Altersbegrenzungen gibt es keine, die jüngsten Spieler sind derzeit acht Jahre alt.
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