10.04.2017, 15:58 Uhr

Grödiger Osterbrauch: Wache am "heiligen Grab"

Mahnwache der Schützern vor dem "heiligen Grab" (Foto: Fotos: Tourismusverband Grödig)
GRÖDIG (lin). In der Pfarrkirche der Untersberg-Gemeinde wird ein Osterbrauch gepflegt, den es in ganz Österreich sonst nicht gibt: Eine dreitägige Wache vor dem heiligen Grab. Die sogenannten „Grabsteher“ - das sind uniformierte Mitgleider der Grödiger Schützenkompanie - erinnern mit diesem neutestamentarischen Brauch an die Geschehnisse rund um das „Heilige Grab“. Pilatus hatte damals Wachen am Grab Jesu postiert, damit die Jünger nicht heimlich den Leichnam des Gekreuzigten wegtragen und so eine Auferstehung vortäuschen konnten.

Das Grödiger Grabstehen ist sechs unverheirateten jungen Männern vorbehalten. Die Wachablöse findet alle 30 Minuten nach einer genau überlieferten Zeremonie statt.
Zu diesem „Grabstehen“ gehört auch das „Schmecken“. Dabei "schmeckt" man an einem Blumenstrauß und darf das Bier der Grabsteher kosten. Die freuen sich natürlich über kleine Spenden, mit denen die Erhaltung dieses geselligen Osterbrauches gefördert wird.

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