31.05.2017, 14:25 Uhr

Jazz lebt und wird immer jünger

Spielt ein ganzes Konzert allein mit Bassgeige und PC. (Foto: Foto: Astrid Knie)

Beim Jazzfaalfelden in Saalfelden werden heuer mehr österreichische Bands auftreten als je zuvor.

SAALFELDEN/SALZBURG (lin). Dass Jazz von jungen heimischen Musikern für junges Publikum funktioniert, das will das Jazzfestival in seiner 38. Ausgabe von 24. bis 27. August beweisen. Mit neuem Konzept, wie Intendant Mario Steidl bei der Programm-Präsentation verkündete: "Der Jazz ist historisch eng mit den USA verknüpft. Aber in Europa hat sich längst eine eigenständige Tradition entwickelt. Und besonders Österreich hat jetzt sehr viele junge, kreative Leute, die eine Chance mehr als verdient haben."

Österreich auf Überholspur

Folgerichtig werden in den vier Tagen des weit über Österreichs Grenzen hinaus bedeutenden Jazzfestivals von den 16 Großprojekten nur zwei aus Amerika stammen. Sattdessen spielen Bands aus Norwegen, Frankreich, Australien, Deutschland und Österreich. Die Bekanntesten Austro-Jazzer: "Martin Spengler & die foischn Wiener", "5/8erl in Ehr`n", "Woody Bläck 4", "Cafe Drechsler", "Sharp 5", das "David Helbrock Quartett", "Weiße Wände" sowie Gerald Preinfalk oder Wolfgang Puschnig mit ihren neuen Projekten.

Große Namen fehlen

Die Superstars des Jazz, die sich in den vergangenen 37 Jahren des Festivals in Saalfelden die Klinke in die Hand gegeben haben, finden sich im Programm 2017 nicht. "Die waren eh fast alle da, noch einen 70-jährigen Altmeister brauchen wir nicht", so Steidl. "Außerdem wollen wir nicht ins Museale abgleiten, und daher haben wir beschlossen, das Geld in die jungen Musiker zu investieren. Also in die großen Namen von morgen".
Damit auch das Publikum jünger wird, gibt es jetzt einen neuen Festivalpass um 55 Euro für Leute bis 26 Jahren. "Für die ist der Campingplatz sogar inbegriffen", sagt Marco Pointner, Geschäftsführer des Tourismusverband Saalfelden, der als Jazz-Veranstalter auftritt.

Top-Musik für wenig Geld

Das Festivalbudget von 600.000 Euro kommt je zu einem Drittel von Sponsoren, dem Steuerzahler und den Eintritten. Damit werden insgesamt 37 Konzerte organisiert, 16 davon bei freiem Eintritt. Gespielt wird auf der Hauptbühne im Kongresshaus, im Kunsthaus Nexus, auf dem Rathausplatz, auf drei verschiedenen Almen und - heuer erstmals - in der Einsiedelei, dem sogenannten Palfen. Programmdetails und Karten unter:
www.jazzsaalfelden.com

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