29.08.2014, 15:43 Uhr

Leserbrief von Janina Koster: „Brieftaubensport“ überdenken

(Foto: Ferschmann)

Zum Bericht über die Neumarktes Brieftaubenzüchter

Brieftauben erhalten mit Ausnahme der Wettflüge in der Regel keinen Freiflug. Nach sehr langem Daueraufenthalt im Taubenschlag werden den Tieren extrem sportliche Leistungen abverlangt. Um die Tauben dazu zu bringen, mit Höchstgeschwindigkeit zum heimatlichen Schlag zurückzukehren, gibt es verschiedene Verfahren. Bei der Witwerschaft wird die Paarbindung der monogam lebenden Tauben zur Motivation ausgenutzt. Trennt man die Partner voneinander, werden die Tiere ihre ganze Kraft danach ausrichten, möglichst schnell wieder beisammen zu sein.
Weibliche Tiere werden ihrem Nest bzw. den gerade geschlüpften Jungen entrissen. Die Sorge um das Nest bzw. die Jungtiere lässt die Tauben besonders schnell nach Hause fliegen. Beides ist Tierquälerei! Ihm Rahmen von Wettflügen können durch die große Anstrengung enorme Tierverluste entstehen. Die erschöpften Tiere werden leichter Beute von Greifvögeln. Das ist jedoch kein Grund, die Greifvögel zu dezimieren, sondern ein Anlass, den „Brieftaubensport“ zu überdenken!
Janina Koster,
Österreichischer Tierschutzverein
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