01.02.2018, 14:30 Uhr

Lidaun-Petition an Salzburger Landesregierung

otos: v.l.n.r. Franz Kendler, VBgm. Andreas Teufl, Präsident Naturschutzbund Salzburg Dr. Winfrid Herbst, Bürgermeister Josef Wörndl, GR Walli Ablinger-Ebner, Geologe Dr. Anthes, GR Gottfried Leitner (Foto: Gemeinde Faistenau)

Bürgermeister Josef Wörndl kritisiert Vorgehen der Behörden

Die Gemeinde Faistenau geht nun in die Offensive: Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Salzburg wurde am letzten Donnerstag eine Petiton an die Salzburger Landesregierung übergeben, die mit Nachdruck auf die Bedenken der Faistenauer Bevölkerung aufmerksam macht. Darin erhebt die Gemeinde schärfsten Protest gegen die Zerstörung der Dorfkulisse durch den Steinbruch im Lidaun. Bürgermeister Josef Wörndl kritisiert vor allem das Vorgehen der Behörden bei den Verhandlungen. Aus seiner Sicht wurden die Argumente von Bevölkerung und Gemeinde nicht ausreichend berücksichtigt. Sie befürchten, die Bezirksblätter haben in ihrer letzten Ausgabe darüber berichtet - erneut einen postitiven Bescheid der Behörde.

Einspruchsmöglichkeit beim Landeshauptmann
Eine Einspruchsmöglichkeit gegen diesen - möglichen - positiven Bescheid der Bezirksbehörde stehe nach dem Mineralrohstoffgesetz „dem Landeshauptmann“ als mittelbare Bundesverwaltung zu, so die Faistenauer Delegation. Dieser reagiert mit Verständnis auf die Petition der Faistauer: "Ich verstehe die Sorgen der Faistenauerinnen und Faistenauer und sehe das Projekt persönlich auch kritisch. Dennoch sei ein ordnungsgemäßes Verfahren, in dem alle Bedenken und Argumente geprüft werden, von größter Bedeutung", so der Landeshauptmann.

Land vergibt Prüfaufträge

Die ressortzuständige LHstv. Astrid Rössler und Landesshauptmann Haslauer kündigen deshalb nun konkrete weitere Schritte an. Geprüft soll unter anderem werden, ob das Land Salzburg rechtlich eine Parteistellung im Verfahren hat und dieses sinnvoll nützen kann. Zusätzlich soll auch geklärt werden,ob die einzelnen Projekteinreichungen in den Verfahren auf dem ursprünglich im Forstrecht und Naturschutzrecht genehmigten Projekt beruhen. Auch über die ERstellung eines Rohstoffplanes für Salzburg sollen Experten nun noch beraten.
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