17.11.2016, 14:47 Uhr

"Man arbeitet mit dem Geist des Tieres"

Direkt in ihrem Garten neben einem Birnbaum befindet sich Bettina Greuters persönlicher Kraftplatz.

Die Kopplerin Bettina Greuter bietet Energetik-Behandlungen für Menschen und Tiere an

KOPPL (buk). "Wenn ein Mensch jemanden liebt, ist das im Todesfall wie ein dickes Band, das reißt", erzählt Bettina Greuter. Sie hat sich von der Bilanzbuchhalterin zur Energetikerin umschulen lassen und behandelt seit einer schweren Krebserkrankung ihres Hundes Giovanni – die dieser nicht überlebt hat – neben Menschen auch Vierbeiner. In ihrer Praxis "Seelenglück" bietet sie Tierkommunikation, Tierheilung und Sterbebegleitung für Haustiere an.

Behandlungen per Fernheilung

"Giovanni hat mir gezeigt, dass ich mit ihm kommunizieren kann und er mit mir", sagt Greuter. "Man arbeitet im Geiste – dein Geist arbeitet mit dem Geist des Tieres". Die Behandlungen geschehen per Fernheilung. Pamela Sterner zählt zu den Kundinnen der Energetikerin. Sie berichtet davon, dass sich ihr Langhaar-Kater nie frisieren hat lassen und deshalb geschoren werden musste. "Er war mehrere Tage stinksauer", so Sterner. Nach einer Fernheilung durch Greuter – für die diese ein aktuelles Foto des Tieres benötigt – habe er sich dann kämmen lassen.

Ergänzung zur Medizin

Häufig komme man durch solche Fälle auch zur Humanenergetik, weil Menschen oft Probleme hätten, die ihre Vierbeiner aufzeigen. "Die Tiere verstehen sehr wohl, was passiert. Sie sagen mir auch, wenn zuhause etwas nicht passt – etwa in der Ehe." Dennoch könnte Greuter einen Arzt nicht ersetzen, lediglich unterstützen. "Ich kann nur die Seele heilen, oft wird dadurch auch der Körper gesund – aber es erspart den Arztbesuch nicht", sagt Greuter. Sie wünscht sich einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Medizin mit der Energetik einhergeht. "Bei Operationen können Energetiker die Seele per Fernheilung unterstützen, damit diese nicht austritt und durch eine andere ersetzt wird", ist die Kopplerin überzeugt.

Tierarzt zeigt sich skeptisch

Nicht wirklich viel von diesen Ansätzen hält der Seekirchner Manfred Arnezeder: "Ich bin der klassische Tierarzt aus der chirurgischen Ecke. Ich mag Tiere wirklich gerne, kann aber nicht mit ihnen sprechen." Er vermutet, dass die Erfolge hier darauf beruhen, dass die Menschen nach einer derartigen Behandlung mit einer anderen Einstellung an die Tiere herangehen. "Eine Katze spürt, wenn ein Mensch Angst hat und denkt dann, dass sie Oberwasser hat." Immer wenn ein Tier verändertes Verhalten der Menschen bemerke, würde es sich das genauer anschauen. "Aber ich will hier natürlich niemandem zu nahe treten", so der Tierarzt.

Verlernte Kommunikation

Greuter ist hingegen davon überzeugt, dass alle Menschen mit Tieren kommunizieren könnten und das bloß verlernt hätten. "Das liegt auch daran, wie wir erzogen werden", sagt sie. Kinder würden Menschen auch nie ins Gesicht sehen, sondern daran vorbeischauen – um die Engel im Hintergrund zu betrachten.
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