24.08.2016, 15:30 Uhr

Notsignale müssen mit auf den Berg

Bei Fehlalarmen rücken die Bergretter häufig zu Sucheinsätzen aus. Teilweise geraten sie dabei selbst in Gefahr. (Foto: Bergrettung Salzburg)

Wer andere über seine geplanten Touren informiert, erspart den Bergrettern unnötige Arbeit

FLACHGAU (buk). Alpines Notsignal oder nachtaktive Bergsportler? Diese Frage beschäftigt aktuell die Salzburger Bergrettung – und das mehr denn je. Oft muss sie zu Einsätzen ausrücken, die sich als harmlos erweisen. "Wenn Lichtpunkte in der Felswand aufblitzen, denken viele an eine alpine Tragödie", sagt Bergrettungs-Pressereferentin Maria Riedler.

Sechs Zeichen pro Minute

Natürlich gehen die Retter allen Hinweisen nach und begrüßen Anrufe aus der Bevölkerung – dennoch sollte damit sensibler umgegangen werden, sowohl auf dem Berg als auch im Tal. Das korrekte Notsignal im Gebirge besteht aus sechs Signalen innerhalb einer Minute. Danach folgt eine Minute Pause und im Anschluss erneut das Signal. Abgegeben werden kann der Notruf visuell – etwa mithilfe einer Taschenlampe – oder akustisch. Wer antworten möchte, sendet drei Signale binnen einer Minute, gefolgt von einer Minute Pause und der Wiederholung.

Zettel hinter Windschutzscheibe

Bergsteiger selbst können die Retter unterstützen, indem sie vorab sagen, wohin sie unterwegs sind. Dafür kann das Rote Kreuz oder eine örtliche Polizeidienststelle kontaktiert werden. Wer sein Auto abends bei einem Einstieg stehen lässt, sollte einen Zettel hinter die Windschutzscheibe legen, auf dem über das ungefähre Vorhaben, die geplante Route und die Anzahl der Personen informiert wird.
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