13.07.2016, 09:15 Uhr

Oft Fehlalarme am Berg

Häufig mussten die Bergretter im Flachgau in letzter Zeit zu unnötigen Suchaktionen aufbrechen. (Foto: Bergrettung Salzburg)
GRÖDIG/ST. GILGEN (buk). Mit Fehleinsätzen haben derzeit die Bergretter zu kämpfen. "Gerade im Flachgau kommen diese in letzter Zeit gehäuft vor", erzählt Pressereferentin Maria Riedler. Dabei gibt es immer wieder kuriose Fälle: So wurde etwa der Blitz eines Handys am Schober als Notsignal gewertet, eine Polizeistreife antwortete mit eigenen Lichtsignalen, was letztendlich zu einer stundenlangen, nächtlichen Suchaktion führte.

Berglaufen als Trendsportart

"Für uns ist es so, dass wir Hinweisen natürlich nachgehen müssen", sagt Riedler. "Die Dame hat das Blaulicht sicher bemerkt und wenn sie selbst angerufen hätte, wäre der Fall erledigt gewesen." Dass immer mehr Menschen sich vor allem bei Nacht auf den Weg in die Berge machen, liegt – laut Riedler – vor allem am besseren Material: "Viele sind mit Stirnlampen unterwegs, Berglaufen liegt gerade im Trend."

Für Riedler steht hier vor allem die Aufklärung im Vordergrund. Wenn sich am Berg etwas bewegt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen Läufer handelt. Schwieriger wird es, wenn Menschen etwa biwakieren oder – teils unerlaubt – Feuer entfachen. "Natürlich ist uns ein unnötiger Sucheinsatz lieber, als es zu verpassen, wenn tatsächlich etwas passiert", erklärt Riedler. "Aber oft wird einfach leichtfertig damit umgegangen." Wer vorhat am Berg zu übernachten, sollte vorab bei der lokalen Polizeidienststelle, einer Hütte oder bei der Bergrettung Bescheid sagen.

Signale richtig deuten

Wichtig sei vor allem, die Signale richtig deuten zu können. Sechs Lichtblitze binnen einer Minute, eine Minute Pause und erneut sechs Signale deuten auf einen Notfall hin. Als Antwort sind drei Signale, gefolgt von einer Minute Pause und weiteren drei Signalen üblich. "Das geht natürlich mit Rufen oder Pfeifen genauso", weiß Riedler, die davor warnt, dass die Signale in Vergessenheit geraten: "Wir sind zwar froh über moderne Technik, etwa Handys, aber darauf ist auch nicht immer zu 100 Prozent Verlass."


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