30.01.2012, 14:33 Uhr

Ohne Maske und mit einer Bombenattrappe

70-Jähriger überfiel unmaskiert die Raiba in St. Georgen und verirrte sich beim Fluchtversuch.

ST. GEORGEN (grau). Er sei bewaffnet, hätte auch eine Bombe dabei und wolle 50.000 Euro in seinen Rucksack gepackt bekommen, meinte der Bankräuber, der vergangene Woche auf schnelles Geld aus St. Georgen hoffte. Völlig unmaskiert stand der 70-jährige Deutsche Bankkauffrau Dominique Scheibmair am Schalter gegenüber udn schob ihr einen Zettel hin, auf dem stand „Midnestens 50.000 Euro“.

Geschockt ob der Waffendrohung packte Scheibmair das Geld ein, allerdings waren es „nur“ 29.500 Euro. Danach verließ der Bankräuber die Raiba und stieg in ein Auto, dessen Kennzeichen sich Bankdirektor Josef Absmanner im Nebenzimmer aufschrieb und an die Polizei weitergab. Absmanner selbst verfolgte den Räuber mit einem Freund.Über Tittmoning wollte dieser zurück nach Deutschland, verirrte sich jedoch hoffnungslos auf kleinen Straßen und Feldwegen. Auch die Polizei war ihm schon auf den Fersen und stellte ihn vier Stunden nach dem Überfall.

Die Bombe enttarnte sich als Plastikschachtel mit Eieruhr. „Sie sah echt aus“, so ein Polizeibeamter. Waffe wurde bei dem 70-jährigen Deutschen allerdings keine gefunden. Derzeit befindet sich der Bankräuber in Untersuchungshaft. „Er ist geständig und wir werden wegen schweren Raubes unter Verwendung einer Waffe Anklage erheben“, sagt Barbara Feichtinger von der Staatsanwaltschaft. Die Polizei fand zudem heraus, dass der Täter im Vorjahr eine Bank in Walchsee überfallen hatte.
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