16.03.2017, 13:06 Uhr

Pfefferschiff: 95 Punkte im neuen Falstaff

Jürgen und IIris Vigne Schupfen das Pfefferschiff mit acht Mitarbeitern. (Foto: Alle Fotos: Familie Vigne)
HALLWANG (lin). Der Donnerstag, 16. März, 13.00, war ein spannender Moment für die Köche der Nation: Da wurde nämlich der Fallstaff 2017 veröffentlicht. Und das war für einiger Salzburger Gastronomen Grund zum Jubeln. So auch für Iris und Jürgen Vigne vom Restaurant Pfefferschiff im Hallwanger Ortsteil Söllheim. Für dieses Restaurant haben die Tester 95 Punkte vergeben.

Gastro-Elite

Dass im Pfefferschiff gut gekocht wird, ist nicht neu: Somelier Iris und Küchenchef Jürgen Vigné haben sich seit 2010 einen Stern vom Guide Michelin, zwei Hauben Guide Gault Millau, vier Sterne Guide A la Carte, sowie vier Gabeln Guide Falstaff erarbeitet. Und 2015 sind sie als Aufsteiger des Jahres bewertet worden. Die beiden zählen durch ihre persönliche kulinarische Handschrift definitiv zur Elite der österreichischen Gourmetszene.

Ikarus, Obauer, Maier

Außgezeichnete wurden außerdem das Lungauer Messnerhaus, das Senns in der Stadt und natürlich Döllerer in Golling. Letzerer landete mit 99 Punkten nur ganz knapp hinter dem Steirereck am Wiener Stadtparkt, dem seit Jahren führenden Restaurant Österreichs. Vergeben wird die Auszeichnung im Österreichischen Falstaff übrigens nicht von professionellen Gastro-Kritikern, sondern von den Gästen. "Das sind natürlich Liebhaber, die oft Essen gehen und ihre Bewertungern manchmal direkt nach dem Essen per Handy an die Falstaffredaktion verschickt haben", sagte Jürgen Vigne zu den Bezirksblättern. Insgesamt waren Österreichweit etwa 16.000 dieser Tester unterwegs.

Stolz, Treue und Bestätigung

"Ja, die Falstaff-Auszeuchnung freut uns", sagte Vigne. "Besonders weil sie von den Gästen kommt, für die man sie dieses Arbeit je letztlich antut." Und was genau mochten die Tester am Pfefferschiff besonders? "Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, was aus der Küche rausgeht, muss ohnehin hervorragend sein, und auch das Service ist top. Aber wir sind besonders stolz auf unseren Wohlfühlfaktor. Zu uns kommen besonders viele Stammgäste, für die Essen mehr ist als Gerichte auf dem Teller zerlegen", so der Küchenchef.

Das Pfefferschiff-Credo

Unvergessliche Geschmackserlebnisse ohne Effekthascherei. Basis für die Kreation seiner Gerichte mit frankophilem Einfluss sind vor allem saisonale und regionale Produkte, die anregend und fantasievoll verfeinert werden. Außerdem werden viele Bio-Produkte verarbeitet.

Iris Vigné – Sommeliere des Jahres 2011 – findet dabei aus über 600 lagernden Weinen auch glasweise stets jene Tropfen, die das Genusserlebnis in einem harmonischen Dialog abrunden. Zum großen Käsesortiment aus Österreich, Schweiz und Frankreich werden hausgemachte Chutney, Gelees und Honig serviert. Ein weiterer Geheim-Tipp sind die hausgemachten Rehbratwürste mit hauseigenem Senf. Und das ganze in einem 300 Jahre alten Barockjuwel eines Pfarrhofes mit biedermeierlichen Stuben und lauschigem Gastgarten.

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