10.04.2017, 15:36 Uhr

Viel zu wenig Bauland - Mattsee kann junge Bürger kaum im Ort halten

(Foto: Alle Fotos: Gemeinde Mattsee)

Heuer werden rund hundert Wohnungen gebaut. Defakto-Baustopp für Einfamilienhäuser.

MATTSEE (lin). Mattsee ist ein idyllischer, schöner Ort am Wasser. Es gibt ein Schloss, eine Stiftskirche und drei Seen rund herum. Alle wollen dort wohnen. Die Folge: Ein Quadratmeter Baugrund kostet 500 Euro und oft noch deutlich mehr. Zuviel für die meisten jungen Bürger:

Lösung: Verdichteter Wohnbau

"Vielleicht gelingt es, durch die Infrastrukturabgabe im neuen Raumordungsgesetz Bauland zu mobilisieren. Das wäre absolut wünschenswert. Denn klar wünscht sich fast jeder ein Einfamilienhäusl", erklärt Bürgermeister Rene Kuel. "Aber es gibt höchstends noch ein paar wenige Baulücken. Wir bräuchten hunderte Parzellen. Bauland ist zwar vorhanden, aber nicht verfügbar."

Abwanderung droht

Daher forciert Mattsee den Miet- und Eigentumswohnungsbau. 2016 wurd 35 gebaut und verkauft. Heuer sollen über hundert geförderte Wohnungen entstehen, und zwar zu einem Drittel Miet- und zu zwei Drittel Eigentumswohnungen. Nur so könne man die jungen Leute im Ort halten, sagte Kuel. "Wer unbedingt ein eigenes Haus will, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich in einer der Oberösterreichischen Nachbargemeinden wie Perwang, Lochen oder Palting niederzulassen." Dort kostet der Quadratemter rund hundert Euro.

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