05.10.2016, 23:30 Uhr

Wie eine Schule nachhaltig auf Regionalität setzt

„Lernen heißt Entfaltung“ , darauf setzt man im Werkschulheim. (Foto: Werkschulheim Felbertal)

Bernhard Reichl vom Werkschulheim Felbertal ist stolz auf die tiefe Verbundenheit mit der Region.

EBENAU (eve/ap). "Wir sind in der glücklichen Lage, an einem Fleck zu sein, wo andere Urlaub machen. Mit dem Salzkammergut und den damit verbundenen Wandermöglichkeiten in der Seenregion gleich vor der Türe ist das schon wirklich besonders", freut sich Bernhard Reichl, Geschäftsführer des Werkschulheims Felbertal über die besondere Lage. Gegründet wurde die schulische Einrichtung übrigens vor 64 Jahren in einem Forstgebäude im Felbertal in Mittersill – daher auch der Name. Bereits seit 50 Jahren steht es in Ebenau, tief verwurzelt in der Region.

Nachhaltigkeit ist wichtig

Das 70-köpfige Lehrer Team ist dabei für 340 Schüler verantwortlich. 17 Gebäude befinden sich auf dem 5,5 Hektar großen Areal. Das Werkschulheim ist damit auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Mitarbeiter kommen zu einem Großteil aus angrenzenden Orten wie Koppl, Plainfeld oder Ebenau selbst. Reichl ist als wirtschaftlicher Leiter für die technische Seite des Betriebs verantwortlich. Stolz ist er dabei auf die Energieversorgung. "Wir versuchen nachhaltig zu sein. Unser Heizwerk zum Beispiel wird von Nahwärme betrieben und wir werden außerdem mit Biomasse versorgt. An fast allen unseren Gebäuden sind Solaranlagen angebracht für die Warmwasseraufbereitung und die Stromproduktion", sagt Reichl.


Umweltfreundlich am Weg

Seit letztem Jahr ist das Schulheim ein Klimabündnis-Betrieb. Auch im Fuhrpark lässt sich die Nachhaltigkeit erspähen: Ein Elektroauto steht für Lehrer und Schüler bereit und wird meistens für Einkäufe oder Ausflüge verwendet.

Über Grenzen hinaus

Während das Personal aus der Region kommt und die Schule tief in ihr verwurzelt ist, bringen die Familien der Schüler einen Hauch Internationalität in das idyllische Ebenau. "Wir haben Schüler aus Bayern und Südtirol. Es gibt auch Eltern, die in China leben. Die Schüler gehen nach dem Besuch oft in die Welt hinaus. Wir sind also sehr global, aber der Betrieb bleibt regional verankert", so Reichl.

Die Region als Partner

Das Werkschulheim legt dabei auch großen Wert auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den regionalen Unternehmen. Produkte, die in dem Schulheim verwendet werden, stammen soweit es geht von regionalen Anbietern.
"Wir gehen nicht nur nach dem Bestpreis, sondern nach dem Bestbieter", meint Reichl. Zusammenarbeit wird hier groß geschrieben und so ist es naheliegend, dass der diesjährige Regionalitätspreis in der Kategorie Bildung und Forschung an das Werkschulheim Felbertal geht.
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