10.04.2016, 10:22 Uhr

60 Jahre „Beste Österreichische Gastlichkeit“

2016: 60 Jahre BÖG und 30 Jahre Hohlwegwirt bei BÖG: Salzburger Ferienmesse 1997: BÖG Team in Stadt und Land Salzburg von links nach rechts Dr. Günther Puttinger, Sternbräu Salzburg, Wirtschaftskammer-Präsident, Nationalrat; Dir. Herbert Weiser, Hotel Bayrischer Hof, Salzburg; Peter Kober, WIFI Salzburg, BÖG Salzburg Sekretär; Assistentin vom Tabasco, Salzburg; Ernst Kronreif, Gasthof Hohlwegwirt, BÖG Landesvorsitzender Salzburg; Günter Schlederer, Schatzbichl, Saalfelden (Foto: BÖG Landesstelle Salzburg)
Es war im Jahre 1955, als sich einige österreichische Gastronomen Gedanken über die österreichische Küche und die vorhandenen und erhältlichen Lebensmittel machten. Und sie wollten den Österreichern wieder bewusst zu machen, welche kulinarischen Schätze das Heimatland zu bieten hat und wo sie diese in bester Qualität genießen können.

13 nicht abergläubische Wirte taten sich zusammen und hoben am 26. April 1956 der „Bund Österreichischer Gastlichkeit“ (BÖG) aus der Taufe. Ihre erste Aktion waren Wildwochen. Heute zählt die Vereinigung rund 300 Mitgliedsbetriebe in ganz Österreich und nennt sich „Beste Österreichische Gastlichkeit“,

… und 60 Jahre später


… blickt BÖG auf zwölf Präsidenten, zwei Staatsverträge und viele kulinarische Wochen zurück. Vom 8. bis 17. April 2016 feiert BÖG sein Bestandjubiläum und lässt auch seine Gäste daran teilhaben. Zum Jubiläum bieten österreichweit ausgewählte Betriebe ein Jubiläumsgericht um 40 Prozent günstiger an. So etwa kann man im Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach den gedünsteten Zwiebelrostbraten mit klassischen Bandnudeln anstelle von Euro 19,90 um nur Euro 12 genießen.

Teilnehmende Betriebe an der Jubiläumsaktion

Im Bundesland Salzburg nehmen folgende Betriebe an der Jubiläumsaktion vom 8. bis 17. April 2016 teil: in der Stadt Salzburg das Sternbräu, das Gablerbräu, das Gasthaus Zwettler, der Gasthof Doktorwirt und die Gersberg Alm, im Land Salzburg sind es der Holznerwirt und Gschirnwirt in Eugendorf, das Seehotel Schlick in Fuschl am See, der Gasthof Hohlwegwirt in Hallein, der Alpengasthof Döllerer in Abtenau, die Oberforsthof Alm in St. Johann im Pongau, die Meilinger Taverne in Mittersill und Hilberger’s Beisl in Kaprun.

30 Jahre Hohlwegwirt bei BÖG

Einer der ersten Mitglieder von BÖG war KR Robert Winkler vom Sachsengang in Groß-Enzersdorf in Niederösterreich gewesen. 1980 war der Halleiner Ernst Kronreif in dessen »Taverne am Sachsengang« Restaurantleiter und machte so mit BÖG Bekanntschaft. Noch vor der Übernahme seines elterlichen Betriebes, dem Hohlwegwirt, im Jänner 1988, wurde er im April 1986 in den Vorstand von BÖG berufen. Seit 2014 ist Kronreif BÖG-Landesobmann von Salzburg.

Ein Blick in die Geschichte von BÖG

Den Kern der Gründungsmitglieder bildeten KR Josef Fröhlich, MinR Dr. Anton Würzl und Herrn Dr. Harald Langerhansl. Kurze Zeit später schlossen sich KR Fritz Bläuel und KR Robert Winkler dieser Idee an. Von Beginn an setzte man auf die Qualität der Mitgliedsbetriebe und führte die erste Klassifizierung der Restaurants ein. Im nächsten Schritt bemühte man sich, die Landwirte in vielen Gesprächen zu überzeugen, wie wichtig manche Produkte und vor allem die Qualität ihrer Produkte ist und was man damit machen konnte. Am Beispiel Spargel zeigte sich, dass ein bis dahin praktisch unbekanntes Gemüse eine Beliebtheit erreichte, die bis heute ungebrochen ist.

Die BÖG erfand die „kulinarischen Wochen“ und zeigte mit den Wildwochen, den Spargelwochen und vielen anderen den Österreichern, was die BÖG- Wirte zu bieten hatten. Man konnte auch ausgewählte Prominente davon überzeugen und zahlreiche Künstler und VIPs, wie Curd Jürgens, Heinz Conrads oder Leopold Figl trugen dazu bei, dass die österreichische Küche einen hohen Stellenwert erhielt. Heute ist die Gastronomie eines der wichtigsten Standbeine der Österreich Werbung und auch der österreichischen Wirtschaft.

In den 1960ern und 1970ern veranstaltete man „kulinarische Wochen“ in Europa und Amerika Bei zahlreichen gastgewerblichen Meilensteinen war die BÖG entweder maßgeblich oder beratend beteiligt oder hat die Sache ins Rollen gebracht. Es seien hier nur die Hygieneverordnung, die Entwicklung des Garantielohnes oder bereits 1973 die Beantragung auf Abschaffung der Alkoholsteuer erwähnt.

Die Präsidentschaft durch Toni Mörwald (seit 1999) ist davon geprägt, den Österreichern die Liebe zu den Nahrungsmitteln und das Bewusstsein für die österreichische Küche wieder zu vermitteln. Durch den Strukturwandel unserer Zeit nimmt die Bedeutung des „selber Kochens“ weiter ab, was auch zu einem geringeren Bezug zu den Lebensmitteln und damit zu der Leistung der Landwirtschaft und der Gastwirte führt. Die BÖG tourte mit ihren besten Köchen durch ganz Österreich, um im Rahmen von Kochshows Ideen zu liefern und wieder Gusto auf das Erlebnis am Herd zu machen. Durch die Kooperation mit der GenussRegion Österreich wurde diesem Ziel noch ein zusätzlicher Ausdruck verliehen.

Mit den beiden „kulinarischen Staatsverträgen“, die 1990 und 2010 unterzeichnet wurden erreichte die BÖG, dass sich auch die Bundesministerien für Wirtschaft und für Landwirtschaft zu dieser regionalen Authentizität und wirtschaftlichen Betreuung bekennen.

„Beste Österreichische Gastlichkeit“ nach 60 Jahren

Mindestens 75 Prozent aller Zutaten müssen aus der umliegenden Region des Mitgliedsbetriebs stammen, jedenfalls österreichisch sein. Der Gast kann, heute genauso gut wie seit 60 Jahren, darauf vertrauen, dass sich die Mitglieder zu einer klaren Aussage bekennen: Authentische Küche mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln, ein Maximum an Qualität in der Küche und im Service und die besten Seiten der österreichischen Gastfreundschaft.
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