13.10.2016, 22:43 Uhr

Salzburger scheuen beim Sparen das Risiko

Wolfgang Schissl, Sparkassen-Filialleiter für Eugendorf, Seekirchen und Mattsee sowie Monika Lacher, Filialleiterin für Neumakrt und Straßwalchen präsentieren die Micro-Bankomatkarte sowie den Micro-Bankomatkarten-Sticker. Beide funktionieren mit kontaktloser NFC – Near Field Communication.

Salzburger Sparkasse will mit kleinster Bankomatkarte der Welt das bargeld- und kontaktlose Zahlen attraktiver machen

Die niedrigen Zinsen lassen grüßen: Immer mehr Salzburger lassen ihr übriges Geld auf dem Girokonto liegen. Wenn es um Sparformen geht, dann liegt das Sparbuch in der Beliebtheitsskala immer noch ganz vorne, gefolgt vom Bausparer. Die eurchschnittliche Sparleistung liegt übrigens bei 257 Euro monatlich. Nur ein Viertel der Salzburger investiert in Wertpapiere, rund ein Fünftel in Immobilien.

Das könnte daran, liegen, dass mehr als die Hälfte das "Bankenchinesisch" rund um Volatilität, , Investementfonds und ATX kaum verstehen, wie eine Umfrage der Salzburger Sparkasse ergeben hat. "Dem Bankberater kommt hier eine wesentliche Rolle als Übersetzer zu", erklärt Wolfgang Schissl, Sparkassen-Filialleiter für Eugendorf, Seekirchen und Mattsee. Vier Fünftel der Salzburger sind zudem sicherheitsbetonte Sparer, das bedeutet, dass sie die mitunter hohen Schwankungen von Aktien nicht goutieren. Dennoch: "Es gibt andere, bessere Sparformen als das Sparbuch", sagt Schissl. Wichtig sei, dass man auf verschiedene Pferde setze – sprich auf einen Mix aus Anleihen, kurzfristigen Anlagen, Aktien und alternativen Strategien", sagt Schissl.

Mit Youinvest biete die Sparkasse Module mit unterschiedlichen Anteilen verschiedener Anlageklassen für die verschiedenen Spar-Typen, von solide bis progressiv, an.

Beim Bezahlen würden immer mehr Kunden auf Bargeld verzichten. Auf dem Vormarsch seien Bezahlmethoden mittels Near-Field-Communication, sprich: kontakloses Bezahlen. So wie beim Ticket für Skigebiete reicht das bloße Hinhalten der Bankomatkarte für das Bezahlen. Erst ab einem Betrag von mehr als 25 Euro ist die Eingabe des PIN-Codes erforderlich. ""Die Salzburger Sparkasse ist auf dem gebiet Vorreiter, unsere Kunden sind zur Gänze mit NFC-fähigen Karten ausgestattet", weiß Monika Lacher, Sparkassen-Filialleiterin von Neumarkt und Straßwalchen. Noch nicht ganz soweit ist freilich der Handel, nur 42 Prozent aller Bankomat-Terminals sind NFC-fähig, bis 2020 sollen es 100 Prozent werden.

"Mit der Bankkard Micro bieten wir seit Juli zudem die kleinste Bankomatkarte der Welt an", erklärt Monika Lacher weiter. Die Micro-Bankomatkarte wird in ein Armband – das es künftig in verschiedenen Farben und sogar in einer Swarovski-Ausstattung geben soll – eingelegt und soll das schnelle Einkaufen beim Sport, beim Schwimmen oder bei anderen Aktivitäten im Freien ermöglichen – ohne, dass man dafür extra ein Geldtascherl mithaben muss. Ähnlich auch der Bankkarten-Sticker, der sich etwa am Handy oder am Schlüsselbund anbringen lässt.

Österreichweit hat die Sparksse bzw. Erste Bank bisnlang rund 20.000 solcher Micro-Bankkarten ausgegeben, im Bundesland Salzburg sind es rund 1.000 sowie 500 Sticker.
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