17.08.2016, 13:02 Uhr

Seekirchner produzieren 16.000 Innviertler Knödel am Tag

Im Mittelpunkt der Produktion steht die mechanische Knödelmaschine aus Japan. Im Bild Desiree Hofmann mit Ehemann Wolfram Marius und Sohn Konstantin.

Im Keller ihres Reihenhauses stellt Desiree Hofmann die oberösterreichische Spezialität her

SEEKIRCHEN (buk). Rund 80.000 Innviertler Knödel, aufgeteilt auf acht Kühltruhen, lagern derzeit im Keller eines Seekirchner Reihenhauses. Auch die Produktion findet direkt vor Ort statt. "Bei uns stimmt es tatsächlich, dass alles hausgemacht ist", lacht Desiree Hofmann, Geschäftsfüherin der Innviertler Goldhaubenknödel. Unterstützung erhält sie von ihrem Mann Wolfram Marius und einer geringfügig beschäftigten Angestellten.

"Händisch begonnen"

Gegründet wurde das Unternehmen vor 29 Jahren von Hofmanns Vater. Der Name geht auf ihre Mutter zurück, die bei den Goldhauben Mitglied war. Hofmann selbst hat den Laden vor knapp zehn Jahren übernommen. "Wir waren schon immer in Seekirchen. Angefangen haben meine Eltern noch händisch. Sie haben in kalten Wintern die Knödel auf der Terasse gefroren", erzählt sie.

16.000 Stück pro Tag

Vor 27 Jahren wurde dann eine japanische Knödelmaschine gekauft, mit der an einem Produktionstag bis zu 16.000 Stück nach altem Familienrezept produziert werden können – in der Hauptsaison zweimal wöchentlich. "Die Japaner machen damit eigentlich Fischbällchen", sagt Hofmann.

Regionale Zutaten

Bei den Zutaten setzt das Unternehmen auf regionale Produkte. So stammt das Mehl aus Plainfeld, die Fülle für Speck- und Bratknödel von einem Innviertler Metzger und die Grammeln direkt aus Wien. "Das sind einfach die Besten. In dieser Menge und Qualität bekommt man sie bei uns gar nicht", sagt Wolfram Marius und ergänzt: "Wir wollen nicht die billigsten sein, sondern Top-Qualität bieten."

Vegetarisches zum 30er?

Zum 30-Jahr-Jubiläum will das Ehepaar eine vegetarische Variante des Innviertler Knödels auf den Markt bringen. "Die Maschine braucht eine gewisse Konsistenz, damit sie arbeiten kann", erklärt Marius. Zudem müsse der Inhalt schmecken. "Der Knödel kommt nur dann, wenn uns etwas wirklich gutes gelingt."

Direktvertrieb im Fokus

Geliefert werden die Knödel fertig portioniert in Kochbeuteln mit je sechs bis neun Stück. "Sonst könnten die Kunden die verschiedenen Sorten nicht unterscheiden", erklärt Hofmann. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Direktvertrieb. Für Privatkunden gibt es gegen telefonische Anmeldung auch einen Gassenverkauf.

Abnehmer aus Hamburg

Der Kernmarkt des Unternehmens ist Salzburg-Umgebung, allerdings gibt es auch Abnehmer in Hamburg und vereinzelt auf ganz Österreich aufgeteilt. "Heuer haben wir erstmals einen Foodtruck auf einem deutschen Streetfood-Festival beliefern dürfen", freut sich Marius. Neben der Mundpropaganda ist die "Gast"-Messe das Hauptmarketing-Instrument des Ehepaares.
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