07.10.2014, 00:00 Uhr

Warum Gemeinwohl-Ökonomie? "Weil es mir gefällt"

Kurt Egger (Foto: Fotostudio Graf)

Welche Erfahrungen Salzburger Unternehmer mit Gemeinwohl-Ökonomie gemacht haben

Kurt Egger hat sein Unternehmen "eku konstruktiv" vor zwei Jahren in Richtung Gemeinwohl-Ökonomie ausgerichtet. "Weil es mir gefällt und weil ich meinen erwachsenen Kindern auf die Frage, ob ich gewusst habe, was wirtschaftlich abgeht, einmal antworten können möchte: 'Ja, und ich habe nicht bemüht', wie der Ein-Personen-Unternehmer sagt. Die Gemeinwohl-Ökonomie versteht er als Anregung nachzudenken, was man verbessern kann. "Und die Geschwindigkeit, in der ich das mache, bestimme ich selber."

Zu seinen Hauptaufgaben gehört die Koordination von Arbeitssicherheit auf Baustellen, und im Zuge seiner Positionsbestimmung auf der Gemeinwohl-Skala musste er sich zwangsläufig mit Mobilität auseinandersetzen, "weil ich sehr viel mit dem Auto unterwegs bin." Sein Unternehmen ist in Mattsee, "seine" Baustellen in der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau. "Da habe ich begonnen, Punkte zu definieren, die ich mit dem Fahrrad erreichen kann. Und plötzlich fahre ich an manchen Tagen 60 bis 70 Kilometer mit dem Rad – und ich sage Ihnen, das ist neben allen anderen Aspekten einfach ein tolles Lebensgefühl." Als nächstes stehen die Anschaffung eines Erdgasautos ("Weil ganz ohne Auto geht es nicht.") und eventuell ein E-Bike, weil damit der Fahrradradius noch größer werden kann.


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