20 Jahre weiblicher Spirit in der Donaufelder Straße

Für Gabriele Holzer und Sabine Seiz bietet die Frauenwerkstadt viel Infrastruktur und auf ihre Bedürfnisse aufgebaute Wohneinheiten.
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  • hochgeladen von Sabine Krammer

FLORIDSDORF. Frauengerechter Wohnbau bedeutet, gezielt den Alltag und die Ansprüche von Frauen zu berücksichtigen. Denn der Alltag von Frauen ist komplex, in der Regel sind es immer noch Frauen, die – meist zusätzlich zur Berufstätigkeit – die gesellschaftlich wichtige Betreuungs- und Versorgungsarbeit leisten.

Als 1997 die ersten Mieter in den frauengerechten Wohnbau einzogen, galten sie als Pioniere, denn das Haus zählt europaweit zu den größten Beispielen für frauengerechtes Bauen und Wohnen. Die vorwiegend von Frauen durchgeführten Betreuungs- und Versorgungsarbeiten sollten dabei durch den Wohnbau und die Infrastruktur ebenso erleichtert werden wie nachbarschaftliche Kontakte, Sicherheit sowie eine hohe Wohnzufriedenheit. „In der Frauen-Werk-Stadt gibt es Waschküchen, Dachterrassen, große Innenhöfe und direkt oder in unmittelbarer Umgebung eine Polizeistation, Ärzte, Apotheke, Kindergarten und auch viele Kinderspielplätze", so Alois Seiz, der Vorsitzende des Mieterbeirats.

Frauen fühlen sich sicher

Die Planung des Wohnbaus lag in den Händen von vier Fachfrauen der Architektur und des Städtebaus, begleitet von Margarete Schütte-Lihotzky, der ersten weiblichen Architektin Österreichs und Erfinderin der ersten modernen Einbauküche, der Frankfurter Küche. Diesen weiblichen Spirit merkt man auch in der Frauen-Werk-Stadt. Mieterin Gabriele Holzer: „Durch die vielen breiten Wege, die verglasten Stiegeneingänge und der guten Beleuchtung fühlt man sich hier sehr sicher.“ Mieterin Sabine Seiz ergänzt: „Es gibt in allen Höfen und Durchgängen keine dunklen oder uneinsichtigen Ecken.“

Die Einteilung der Wohnungen ist ebenso gut durchdacht: Wohnküchen fördern das Familienleben und die meisten Wohnungen selbst können individuell an die verschiedenen Lebensphasen angepasst werden. „In den großen Zimmern sind immer zwei Türen und zwei Fenster vorgesehen, damit man die Zimmer bei Bedarf sehr einfach unterteilen und beispielsweise als Kinderzimmer adaptieren kann“, weiß Alois Seiz.

20-Jahr-Feier

Damit dieses ganz besondere Jubiläum auch von allen Mietern und Freunden der Anlage gebührend gefeiert werden kann, wird ein kleines Fest am 1. Dezember ab 18 Uhr organisiert. Punsch und Maroni sowie viele andere selbstgemachte Köstlichkeiten werden für die Besucherinnen und Besucher vorbereitet.

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