Alkoholverbot
Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz

Die Mehrheit der Parteien einigte sich auf eine Alkoholverbotszone rund um den Franz-Jonas-Platz.
  • Die Mehrheit der Parteien einigte sich auf eine Alkoholverbotszone rund um den Franz-Jonas-Platz.
  • Foto: wolf
  • hochgeladen von Sabine Primes

Bei der Sitzung der Bezirksvertretung stimmte die Mehrheit für das Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz.

FLORIDSDORF. Der Franz-Jonas-Platz steht mit der Forderung für eine Alkoholverbotszone aktuell in den Schlagzeilen. Der Bahnhofsvorplatz in Floridsdorf wird immer mehr zum sozialen Brennpunkt. Andere Maßnahmen in Kooperation mit Sozialarbeitern vor Ort seien gescheitert. SPÖ, ÖVP, FPÖ und WIFF stimmten dafür, Grüne und Neos waren dagegen.

Wo verläuft die Zone?

Man verständigte sich auf ein Gebiet, das nicht nur den Franz-Jonas-Platz, sondern auch angrenzende Bereiche wie den Pius-Parsch-Platz, die Franklinstraße und den Bodenstädtpark mit einschließt. Damit soll ein Abdriften der Szene in benachbarte Wohngebiete und Aufenthaltszonen verhindert werden.

Das sagen die Parteien

„Ohne die Ergebnisse der Evaluierung der Entwicklung am Praterstern abzuwarten und entgegen den Experten-Empfehlungen wurde der Antrag beschlossen“, sagt Heinz Berger, Klubobmann der Grünen Floridsdorf. Monika Ruschka, Klubvorsitzende Floridsdorf (Neos): "Das Alkoholverbot wird das Problem nicht lösen, sondern nur verlagern, und zwar in umliegende Wohngebiete oder die Müller-Passage, die als Privatgrund nicht zur Verbotszone gehört." Auch Ruschka verweist auf den Rat der Experten, die Evaluierung des Alkoholverbots am Praterstern abzuwarten. Wolfgang Irschik, Bezirksparteiobmann der FPÖ: "Um die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zu entsprechen, fordern wir seit Jahren ein Alkoholverbot." ÖVP-Bezirksparteiobmann Erol Holawatsch freut sich, dass über die Parteigrenzen hinweg ein Beschluss gefasst werden konnte. "Passanten und ansässige Geschäftsleute fühlten sich nicht mehr sicher, daher haben wir für ein Alkoholverbot gestimmt." Er betont, dass es dringend soziale Maßnahmen braucht. Dieser Meinung sind auch Bezirkschef Georg Papai und die Sozialkommissions-Vorsitzende Barbara Cermak (beide SPÖ). Cermak fordert deshalb ein "Chancen-Haus". Es soll eine soziale Anlaufstelle für alkoholkranke Menschen sein und Hilfe sowie die Möglichkeit zum Tagesaufenthalt bieten. Der Konsum von Bier und Wein soll erlaubt sein. Der Standort ist noch unbestimmt. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Wie geht’s weiter?

Da der Bezirk keine Umsetzungskompetenz eines solchen Verbots hat, liegt die Entscheidung in letzter Instanz beim Wiener Bürgermeister. "Derzeit läuft die einjährige Beobachtungsphase des geltenden Alkoholverbots am Praterstern. Nach Evaluierung wird entschieden, ob und in welcher Form eine weitere Alkoholverbotszone festgelegt wird", heißt es aus dem Büro von Michael Ludwig (SPÖ).

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