Honig vom Spitz
Der Imkerverein Floridsdorf bringt den Bezirk zum Summen

Peter Kubista hat einige seiner Bienenvölker im Garten aufgestellt und kümmert sich intensiv darum.
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  • Peter Kubista hat einige seiner Bienenvölker im Garten aufgestellt und kümmert sich intensiv darum.
  • hochgeladen von Sabine Krammer

Im Imkerverein Floridsdorf stehen die Bienen, ihre Produkte und das Imkerhandwerk im Vordergrund.

FLORIDSDORF. Imkern in der Stadt boomt. Rund 700 Imker sind laut wien.at in Wien tätig und haben ihre über 5000 Bienenstöcke mit den rund 200 Millionen Bienen an öffentlichen und privaten Orten aufgestellt. Durch die zahlreichen Parkanlagen, den Alleen mit Rosskastanie, Ahorn und Linde sowie den Kleingärten, Blumenkisteln und Gstätt'n bei gleichzeitig geringen Pestizideinsatz gibt es in der Großstadt einen idealen Lebensraum für Bienen.

Immer öfter schließen sich die einzelnen Hobby- und Berufsimker zu Imkervereinen zusammen. In der Gerichtsgasse hat der Imkerverein Floridsdorf mit rund 100 Mitgliedern seinen offiziellen Sitz. Hier werden an jedem zweiten Mittwoch des Monats Vereinssitzungen im nahen Gasthof Cermak abgehalten. Der Verein ist Anlaufstelle für Fragen, Weiterbildung und Erfahrungsaustausch, hilft bei der Organisation und der Evidenzmeldung und unterhält einen eigenen Vereinsstand mit Bienenkörben in der Lobau. „Das Konkurrenzdenken ist bei Imkern sehr gering, deshalb helfen erfahrene Imker gerne Jung- oder Neuimkern weiter“, erzählt Obfrau-Stellvertreter Peter Kubista.

Ideales Hobby für jedermann

„Die Imkerei ist ein Hobby oder ein Beruf, wo man viel Zeit, Geld und Platz benötigt“, weiß Kubista. Für rund 1500 Euro kann man die gesamte Erstausstattung mit einem Bienenvolk erwerben und erhält dafür zwischen 20 und 40 kg Honig. Er selbst hat vor einigen Jahren seinen Brotberuf gegen die Imkerei getauscht, unterhält einen Ab-Hof-Verkauf unter dem Namen „Natur im Glas“ und ein Geschäft für Imkereibedarf auf der Brünner Straße.

Der Grund für seinen Tausch in die Welt der Bienen war das Loslassen vom Alltag und die beruhigende Wirkung der Bienen, denn „bei Bienen darf man keine Hektik verbreiten, denn das merken die Bienen sofort.“ Deshalb wählen oft auch junge Menschen die Imkerei als Hobby und alternative Lebensform oder ältere Menschen als Ausgleich in der Pension.

Imkerei macht Spaß

Der Altersdurchschnitt im Imkerverein liegt zwischen 40 und 50 Jahren. Sowohl die klassische Imkerei als auch die Bio-Imkerei findet sich im Verein. Kubista: „Das Verhältnis liegt bei 30 zu 70 für die herkömmliche Imkerei, weil Bio-Imker sich zertifizieren lassen müssen, den Standort kontrollieren, eine genaue Buchführung vorweisen und bei der Produktion nur Bio-Materialien verwenden dürfen.“ Manche der Jungimker arbeiten daher oft für den Eigenverbrauch nach der Biomethode, aber verzichten auf die Zertifizierung. Als Unterstützung organisiert der Verein auch immer wieder Vorträge von Wanderlehrern und unterhält eine intensive Kooperation mit der Imkerschule Wien im Donaupark.

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