Floridsdorf
Ohne Bargeld ins Parkhaus?

Bei der Einfahrt in die Garage wird darauf verwiesen, dass nur Kartenzahlung möglich ist.
  • Bei der Einfahrt in die Garage wird darauf verwiesen, dass nur Kartenzahlung möglich ist.
  • hochgeladen von Barbara Schuster

Bei der neu errichteten Tiefgarage am Pius-Parsch-Platz ist keine Bargeldzahlung mehr möglich.

FLORIDSDORF. Auch wenn schon jetzt die Freude über den neu gestalteten Pius-Parsch-Platz vor der Pfarrkirche "Zum heiligen Josef" groß ist, gibt es auch einige kritische Stimmen. Vor allem die Tiefgarage sorgt für Diskussionen.

Doch der Reihe nach: Begonnen hatte alles mit der Planung von 70 neuen Wohnungen im ehemaligen Woolworth-Gebäude, das dank Wasserwärmepumpe und Photovoltaikanlage den ökologischen Niedrigenergiestandard erreicht.

Der private Bau sollte über eine Tiefgarage verfügen, die sowohl Bewohnern als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Seit Kurzem ist die Garage mit der Zufahrt über die Schloßhofer Straße betriebsbereit.

Bargeldzahlung nicht möglich

Für viele ungewöhnlich und nicht für jeden akzeptabel ist die Tatsache, dass bei dem Parkhaus keine Bargeldzahlung möglich ist. Die Einfahrt ist nur mittels Bankomat- oder Kreditkarte gestattet. Abgerechnet wird elektronisch, es gibt keine Möglichkeit, mit Bargeld zu bezahlen.

Der Floridsdorfer FPÖ-Bezirksparteiobmann Wolfgang Irschik sieht das sehr kritisch. Viele ältere Menschen haben keine Kreditkarte oder lassen aus Sicherheitsgründen ihre Bankomatkarte daheim. „Sind denn ältere Bürger als Kunden uninteressant? Kundenfreundlichkeit sieht jedenfalls anders aus“, meint Irschik und betont, dass "ein derartiges Garagenkonzept grundsätzlich abzulehnen“ sei.

Ermessen des Betreibers

"Wir sehen das überhaupt nicht kritisch, in vielen Ländern ist bargeldloses Bezahlen mittlerweile Standard", meint Sascha Göbel, Büroleiter von Bezirksvorsteher Georg Papai. Tatsache ist auch, dass die Wohnungen samt dem Parkhaus von einem privaten Bauträger errichtet wurden – die Entscheidung, wie das Abstellen eines Fahrzeugs bezahlt werden kann, obliegt demnach nicht dem Bezirk, sondern dem Betreiber.

Vor knapp einem Jahr lud Bezirksvorsteher Georg Papai zu einer Bürgerinformationsveranstaltung. In deren Zuge wurde das Bauprojekt rund um den Pius-Parsch-Platz den Anrainern vorgestellt. Diese hatten in der Folge die Möglichkeit, Anregungen und Ideen für die Gestaltung des Platzes einzureichen. Neben etlichen Sitzgelegenheiten wird es nun auch ein Wasserspiel geben. Die offizielle Eröffnung fand am 22. November statt.

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