Aufregung
Verwirrung ums Donauinselfest

Der Countdown zum 36. Donauinselfest läuft. Weibliche Acts sollen verstärkt Aufmerksamkeit bekommen.
  • Der Countdown zum 36. Donauinselfest läuft. Weibliche Acts sollen verstärkt Aufmerksamkeit bekommen.
  • Foto: Andreas Jakwerth
  • hochgeladen von Sabine Primes

Die ersten Facts zum Donauinselfest wurden bekanntgegeben. Sie regen zum Nachdenken an.

FLORIDSDORF/DONAUSTADT. Bei der ersten Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Donauinselfest wurde einiges verraten. Unter dem Motto "Zusammen sind wir Wien" wird das 36. Fest von 21. bis 23. Juni stattfinden. Während das konkrete Programm Anfang April präsentiert wird, schlug ein anderer Sager bereits Wellen. Erstmals wird es einen eigenen Frauenbereich am Donauinselfest geben. Diese Aktion sorgte im Vorfeld für Entrüstung. Freilich, weil der Plan etwas unglücklich kommuniziert wurde.

Auf Nachfrage beim Veranstalter bemüht man sich um Klärung. Natürlich dürfen sich auch Männer im Areal aufhalten. Gedacht ist ein Frauenbereich zur besseren Repräsentation der weiblichen Acts auf dem Fest. Diesen sei nämlich bisher weniger Aufmerksamkeit geschenkt worden. "Zu diesem Zweck wird es anstelle der bisherigen Praterinsel einen eigenen Bereich mit entsprechendem Angebot bei Acts, Informationen und Services geben, das sich besonders an Frauen wendet", betont Barbara Novak, SPÖ Landesparteisekretärin.

Alkoholverbot am Fest?

Bekannterweise beinhaltet die Kombination von Massenveranstaltungen und Alkohol auch immer ein gewisses Eskalationsrisiko. Naheliegend wäre daher ein Alkoholverbot auf dem Donauinselfest. Doch davon sieht man ab. Vom Veranstalter erfährt man, dass es auch weiterhin alkoholische Getränke auf dem Donauinselfest geben wird. Man setzt auf die Eigenverantwortung der Gäste. "Der Veranstalter des Donauinselfests behält sich aber vor, stark alkoholisierte Personen, die für sich selbst und/oder Dritte eine Gefährdung darstellen, des Veranstaltungsareals zu verweisen." In der Bezirksvorstehung Floridsdorf sieht man das genauso. "Gegen Alkoholmissbrauch auf Veranstaltungen gibt es schon bestehende Gesetze, wie das Jugendschutzgesetz oder, dass an alkoholisierte Personen kein Alkohol verkauft werden darf."

Wie viel geht noch?

Es liegt in der Natur der Sache, dass Großveranstaltungen in einem Erholungsgebiet auch eine Herausforderung für die Tier- und Pflanzenwelt darstellen. Man fragt sich: Wieviel Fest erträgt die Donauinsel noch? "Gerade bei Großveranstaltungen wie dem Donauinselfest müssen viele Auflagen erfüllt werden. Seitens des Veranstalters hat man diese Herausforderungen sehr gut im Griff. Das Fest stellt also weder eine Gefahr für die Pflanzen- noch für die Tierwelt dar", heißt es aus dem Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima. Im Sommer ist die Insel also ausgelastet. Aber wie sieht's da im Winter aus? Neben dem Donauinselfest ist nun auch die Beachvolleyball-WM als zweites Mega-Event auf die Donauinsel gezogen. Vergleichbare Events im Winter gibt es bis dato nicht. Das wird bis auf Weiteres auch so bleiben. Der Bezirksvorstehung Floridsdorf sind dazu keine Pläne bekannt.

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