Interview
Das kommt 2019 in Floridsdorf

Bezirksvorsteher Georg Papai ist für ein Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz, jedoch nicht als alleinige Maßnahme.
  • Bezirksvorsteher Georg Papai ist für ein Alkoholverbot am Franz-Jonas-Platz, jedoch nicht als alleinige Maßnahme.
  • Foto: BV 21
  • hochgeladen von Barbara Schuster

Welche Projekte stehen im neuen Jahr an? Die bz hat mit Bezirkschef Georg Papai gesprochen.

Wird es heuer erneut "21 Projekte im 21. Bezirk" geben?
GEORG PAPAI: Die Grundintention 2018 war, das Bezirksbudget mit konkreten Projekten für die Bürger erlebbar zu machen. Die Veranstaltung ist auf großen, positiven Wiederhall bei den Floridsdorfern gestoßen. Auch alle 60 Bezirksräte wollten, dass wir die Veranstaltung fortführen. Daher werden wir am 21. Februar wieder im Zuge einer Abendveranstaltung die 21 Projekte für Floridsdorf vorstellen.

Bei Ihrem Amtsantritt 2014 haben Sie versprochen, jedes Jahr eine Parkanlage zu sanieren oder neu zu bauen. Kommen Sie dem auch 2019 nach?
Auch heuer werden wir eine lieb gewonnene Parkanlage generalsanieren. Es ist mir wichtig, diese dörfliche Struktur, die Floridsdorf ausmacht und einen großen Mehrwert für den Bezirk darstellt, am Leben zu erhalten. Ein solches Schmuckstück ist der Leopoldauer Platz, dessen Park wir sanieren werden. Außerdem werden wir eine ganz neue Parkanlage errichten.

Wo wird diese entstehen?
Das verrate ich noch nicht. Aber es wird eines der 21 Projekte sein.

Welche Pläne haben Sie für den Schlingermarkt?
Wir wollen schauen, welche Maßnahmen der Bezirk setzen kann, um die Frequenz zu erhöhen. Unter anderem werden wir das Eingangstor seitens der Brünner Straße neu gestalten und dort einen Platz des Aufenthalts mit Sitzgelegenheiten schaffen.

Stichwort Franz-Jonas-Platz: Kommt das Alkoholverbot?
Der Franz-Jonas-Platz hat alle Herausforderungen, die ein Bahnhofsvorplatz einer Millionenstadt leider nun einmal hat. Es ist der fünftgrößte Bahnhof Wiens. Wir als Bezirk können uns ein Alkoholverbot nur wünschen, jedoch nicht selbst verordnen. Das ist eine Entscheidung, die die Stadt treffen muss.

Sie sind aber für ein Verbot?
Wir hatten schon früher eine eigene Szene am Franz-Jonas-Platz. Aber aufgrund des Verbots am Praterstern gestaltet sich die Situation jetzt prekärer. Ich bin für ein Alkoholverbot, jedoch nicht als alleinige Lösung. Es muss natürlich auch eine massive Aufstockung der Sozialarbeit geben, sowie eine klar erkennbare Sicherheits- und Polizeipräsenz.

2018 gab es eine Sprechstunde mit Ihnen am Würstelstand. Wird es das auch heuer geben?
Ja, auf jeden Fall. Mir ist der direkte Kontakt zu den Floridsdorfern ganz, ganz wichtig. Daher werden wir uns, neben den Sprechstunden im Amtshaus, auch heuer wieder einen besonderen Ort für eine Sprechstunde einfallen lassen.

Welche Vorteile sehen Sie in diesen Sprechstunden?
Ich merke schon, dass es einen Unterschied macht, ob Bürger sich erst einen Termin vereinbaren und dann ins Amtshaus kommen müssen. Oder ob man einfach ohne Vorankündigung ins Café ums Eck kommen und mit mir seine Ideen oder Sorgen besprechen kann. Ich bin als Bezirksvorsteher für viele Dinge zuständig. Für manche bin ich aber selbst nur der oberste Interessenvertreter. Daher ist es für mich essentiell, die Ideen und Hinweise hautnah mitzubekommen.

Was zeichnet Floridsdorf für Sie aus?
Die Menschen im Bezirk haben die Infrastruktur einer Millionenstadt, aber trotzdem die dörfliche Identität – das ist etwas, das Floridsdorf auszeichnet und besonders macht. Das gilt es zu stärken.

Interview: Barbara Schuster

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