Fußball
Der Floridsdorfer AC plant ein neues Multifunktionsstadion

Seit 1904 gibt es den FAC. Das Stadion in der Hopfengasse ist mittlerweile in die Jahre gekommen.
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  • Seit 1904 gibt es den FAC. Das Stadion in der Hopfengasse ist mittlerweile in die Jahre gekommen.
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Sportlich auf der Überholspur soll nun auch ein neues Stadionkonzept die Erfolgsgeschichte des Traditionsvereins widerspiegeln. 

FLORIDSDORF. „Blau wie die Donau, Weiß wie der Schnee, wir sind die Helden vom FAC“. Der Traditionsverein (seit 1904) in der Hopfengasse (21.) hat nicht nur Granden des Fußballsports hervorgebracht, man denke nur an Ernst Ocwirk, Peter Pacult oder Marko Arnautovic, sondern ist auch der erste Verein, wenn es um den persönlichen Favoriten des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig geht. Vielleicht haben die Floridsdorfer gerade deshalb nun auch die Vorreiterrolle in Sachen „Zukunft von Wiens Fußballplätzen“ übernommen, denn mit einem neuen, allumfassenden Konzept will man Synergien nutzen und einen nachhaltigen, langfristigen Mehrwert für die Region schaffen.

FAC-Obmann Walter Brand: „Es ist die Aufgabe jedes Vereins, ein zeitgemäßes Umfeld zu schaffen, die Anlage hier in der Hopfengasse ist ca. 70 Jahre alt. Jetzt gibt’s Visionen, wie wir auf 35.000 Quadratmeter Wohnen und Sport auf einen Nenner bringen können.“ Dazu liegt ein Strategiepapier des FAC vor. „Es ist notwendig, ein zeitgemäßes Umfeld für den Nachwuchs, bei uns trainieren immerhin 300 Kinder, sowie für die Kampfmannschaft zu schaffen. Wir haben uns also die Themen Sport, Wirtschaft und Infrastruktur vorgenommen. Und wir haben das Vorhaben der Stadt, das Sportplatzkonzept Wiens zu verbessern, zum Anlass genommen, eine Studie zu erarbeiten.“

Vision FAC neu

Rund zwei Jahre tüftelten ein Team aus u. a. Architekten, Projektentwickler und dem Verein, um die „Vision FAC neu“ zu entwerfen. Brand: „Sport und Wohnen zu vereinbaren, das war die Idee.“ Herausgekommen ist ein Konzept, das der aktuellen Nummer drei in Wien eine Vorreiterrolle bescheren könnte. „Die Idee ist, dass eingebettet in einen Wohnblock ein Sportstadion gebaut wird, zusätzlich könnten hier auch eventuell Kindergärten, ein Ärztezentrum oder eine Sporthalle für diverse Schulen umgesetzt werden, ein unsäglicher Mehrwert für die Region.“ Bezirksvorsteher Georg Papai hält dies grundsätzlich für eine gute Idee. Brand: „Natürlich sind auch ausreichend Abstellplätze für alle Autos in Planung.“ Konkret wäre dies eine Garage unter dem Kunstrasenplatz, womit auch das Parkplatzproblem gelöst wäre.

Noch sind finanzielle Fragen offen, im September wird das wegweisende Konzept der Stadt Wien präsentiert, optimistisch gerechnet könnte es 2022 zum Baubeginn kommen. Top: Das neu geplante Stadion wäre auch groß genug, um in der ersten Bundesliga zu spielen. Fix ist, dass der Zweitligist sportlich zwar gute Chancen hat, seine Ambitionen aber auch sehr stark als Ausbildungsverein in der Nachwuchsarbeit sieht. Sektionsleiter Gerry Maurer: „Wir wollen eine akademieähnliche Ausbildung bieten, mit top geschulten Trainern, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern – eben die Nummer Eins im Nachwuchs.“

Nummer eins im Nachwuchs

Dass sich die Investition rechnet, zeigt das aktuelle Beispiel: Die Ausbildungsentschädigung für Marko Arnautovic (kolportierte 250.000 Euro) soll noch bis Ende des Jahres eintreffen. Brand: „Ich bin sehr optimistisch, ich denke, unser Projekt ist ein sehr gutes Projekt: Es ist nachhaltig und zukunftsweisend, und ein Mehrwert für alle: Für die Stadt Wien ob der Wohnungen, für die Leute hier in der Region ob der verbesserten Infrastruktur, und für den Verein ob der Tatsache, dass das neue Mehrzweckstadion die nächsten 60 Jahre das Überleben des FAC sichert. Sachlich betrachtet gibt es damit viele Gewinner!“

Autor:

Oscar Richter aus Floridsdorf

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