Donauinsel: Aufregung um Abriss der Beachvolleyball-Plätze

Marion Spangl und Ian Ballantyne kritisieren die neue Lage und Ausführung des Beachvolleyball-Platzes auf der linken Seite der Donauinsel.
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  • hochgeladen von Sabine Krammer

Die Beachvolleyball-WM ist vorbei und hat neben einigen Lärmbeschwerden in Floridsdorf und der Brigittenau, viel Spaß, große Akzeptanz und ein höheres Interesse an dieser trendigen Sportart gebracht. Umso unverständlicher ist der Abriss der drei öffentlichen Courts auf der Donauinsel und die Errichtung lediglich eines neuen, sportlich ungeeigneten Platzes – die Wogen in den Beachvolleyballkreisen gehen hoch. Die Community der „Riesen Beacher“ mit rund 220 Mitgliedern kämpft an vorderster Stelle zum Erhalt und Wiedererrichtung der Courts.

Spieler sind verärgert

James Hodza: „Die Donauinsel war Treffpunkt für junge und alte Spieler verschiedenster Spielstärken und verschiedenster Nationen. Integration und Sport wird durch den Abriss nicht gefördert.“ Marion Spangl bestätigt: „Ich bin vor sechs Jahren aus Niederösterreich hergekommen, habe in der Gruppe Anschluss gefunden und den Sport kennengelernt.“ David Fischinger meint: „Hier hat das Ereignis WM zur Zerstörung der Infrastruktur von Interessierten geführt.“ Daniel König und der gebürtige Australier Ian Ballantyne haben ein Konzept für sinnvolle Courts erarbeitet, sind in Gesprächen mit der zuständigen Magistratsabteilung und holen sich Unterstützung von Markus Ornig, Sportsprecher Neos. Dieser meint: „Wir holen den Sport nach Wien und vernichten öffentliche Courts. Hier ist ein nachhaltiges Konzept gefragt. Eine entsprechende Anfragen wurde gestellt und gegebenenfalls werden Anträge im Gemeinderat erarbeitet.“

Abriss und Neubau

Mathilde Urban, MA 45 - Wiener Gewässer: „Die alten Beachvolleyball-Plätze wurden im Zuge der Vorarbeiten für die Beachvolleyball-WM abgetragen. Die Anlage war veraltet und starkem Vandalismus ausgesetzt.“ Die entstandene Freifläche steht bei Bedarf für Veranstaltungen auf der Donauinsel zur Verfügung. Als Ersatz wurde ein neuer Beachvolleyball-Platz am linken Ufer der Neuen Donau, oberhalb des Familienbadestrandes zwischen Nordbahnbrücke und Brigittenauer Brücke, errichtet. Urban: „Weitere Plätze sind auf der Donauinsel nicht geplant.“ Der Sand für den neuen Platz stammt von der heurigen Beachvolleyball-WM. Die Beacher kritisieren jedoch den neuen Platz: Die Nähe zum Kinderspielplatz birgt Verletzungsgefahr, die Lage am Abhang führt dazu, dass der Ball ständig in der Neuen Donau landet und die Gestaltung des Platzes. Ballantyne: „Wir brauchen keine Linien am Platz, keine Netze, keine Begrenzungen, bei denen Verletzungsgefahr droht und auch keine Profisäulen, die zu Vandalismus einladen.“ Spangl: „Einfache Metallstangen und Fangnetze hätten gereicht.“

Beachvolleyball in den Bezirken

Die Beachvolleyball-WM war auch durch die Kooperation des Veranstalters ein voller Erfolg und hat zu hoher Identifizierung und Akzeptanz in der Bevölkerung geführt. Dadurch entstehen auch immer mehr dezentrale Courts in den Bezirken. Urban: „In kaum einer Weltstadt gibt es so viele Gratis-Angebote für Freizeitaktivitäten wie in Wien - aktuell gibt es 25 kostenlos nutzbare Beachvolleyball-Plätze in der Stadt.“ Viele dieser Plätze und auch der Platz in der Sport & Fun Halle Wien-Donaustadt wurden dabei mit WM-Sand bestückt. Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai freut sich: „Auf den Plätzen in der Ruthnergasse und auf der Lorettowiese wird ab sofort auf WM-Sand gespielt.“ Ernst Nevrivy, BV Donaustadt: „Ich habe sehr positives Feedback zur Weltmeisterschaft gehört. Das Event war ein voller Erfolg und hat wieder einmal bewiesen, dass die Stadt Wien für das Austragen internationaler Turniere und als Gastgeberstadt für Veranstaltungen bestens geeignet und vorbereitet ist.“ Je ein öffentlicher Court steht in der Brigittenau am Allerheiligenplatz und in der Leopoldstadt auf der Jesuitenwiese zur Verfügung. BV Hannes Derfler: „Die Courts sind betreuungsintensiv, daher ist es vereinstechnisch oft leichter zu organisieren, wie in der Hopsagasse.“ Alle Beachvolleyballplätze können unter http://www.beachen.cc/de/beachplaetze gesucht werden.

WM 2018

Die Voraussetzungen für eine Wiederholung der WM in Wien sind sehr gut. Laut Sportamt laufen Gespräche über die notwendigen Voraussetzungen, Termine und finanzielle Beteiligungen. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

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