10.11.2016, 09:00 Uhr

Was ist los mit unseren Arbeitnehmervertretern

(Foto: pixabay.com - Gratisbild - Stockfoto)

Was ist los mit unseren Arbeitnehmervertretern?

1,33% Lohnerhöhung. Das ist die magere Ausbeute der heurigen Lohnrunde für rund 500.000 Handelsangestellte. Bei der Prognostizierten Teuerungsrate der aktuellen Herbstprognose von 1,7% ist das im Endeffekt ein satter Reallohnverlust. Ein nach dem mageren Ergebnis der Metallergewerkschaft zu erwartendes Ergebnis.

Damit geht sie weiter die Abwärtsspirale und die Vermögensschere geht wieder ein Stück weiter auf.
Miserable Arbeitszeiten, grundlegend schlechte Entlohnung, unbezahlte Mehrarbeit und vieles mehr machen es den Handelsangestellten nicht leicht ihre Arbeit zu verrichten.
Man fragt sich unwillkürlich ob man sich von seiner Gewerkschaft noch vertreten fühlen darf oder ob man mit seinen Beiträgen nur einen weiteren Apparat am Laufen hält der sich mehr für Politik interessiert als für die Menschen die er eigentlich vertreten sollte.

Es ist erschreckend wie wenig diese Vertreter von ihren Forderungen, vor allem bei den Niedrigverdienern, durchsetzen können.

"Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut"


Dieser Spruch zählt schon lange nicht mehr. Vielmehr gilt, die Gewinne müssen steigen, auf Teufel komm raus. Schließlich ist man seinen Aktionären und Investoren verpflichtet. Womit Kapital wieder mehr wert ist als Arbeit.

Es drängen so viele Arbeitssuchende auf den Arbeitsmarkt das die Unternehmen gar keine Veranlassung sehen irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Nach dem Motto, "wer nicht will, der hat schon", draußen warten Hundert andere auf den Job.
Die Arbeiter und Angestellten sind nur noch Figuren im Menschenschach.
Der Mindestlohn liegt nur 376.- € über der Bedarfsorientierten Mindestsicherung. Ein Betrag der bei einer notwendigen Kinderbetreuung, Fahrt- und Verpflegungsspesen etc. sehr schnell verbraucht sein dürfte.
Das ist nicht gerecht. Nicht weil die Mindestsicherung zu hoch ist, sondern weil die Löhne zu niedrig sind.

Wie währe es wenn die Unternehmen ihre Gewinne durch kaufmännisches Geschick, Weitblick und vernünftige Entscheidungen steigern würden anstatt auf den Rücken der Arbeitnhemer. Ein Unternehmer oder Manager der das nicht schafft, sollte sich doch die Frage stellen ob er an der richtigen Stelle ist.

Die Gewerkschaften sollten hier ihre ureigenste Aufgabe wieder in den Fokus rücken und sich von der Tages- bzw. Parteipolitik wieder entfernen. Es geht nicht an, dass sich sogenannte Arbeitnehmervertreter permanent über den Tisch ziehen lassen und es dann lapidar Kommentieren. "Wir konnten uns nicht durchsetzen"

Es ist immer wieder dasselbe Spiel bei dem es am Ende nur einen Verlierer gibt.
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