Freistädter Kinderärztin
"Husten, Schnupfen, Halsweh? Im Zweifel ohne Antibiotika"

Barbara Sedlak ist Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde sowie Allgemeinmedizin in Freistadt.
  • Barbara Sedlak ist Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde sowie Allgemeinmedizin in Freistadt.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Viren sind die bei weitem häufigste Ursache für banale Infekte wie Halsinfektionen, Mittelohrentzündungen oder akute Bronchitis bei Kindern. Zur Behandlung von viralen Infekten sind Antibiotika unwirksam und führen maximal zu Nebenwirkungen wie Durchfällen und Appetitlosigkeit.

FREISTADT. Die Freistädter Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Barbara Sedlak, warnt davor, zu schnell auf ein Antibiotikum zurückzugreifen: "Zu diesem Thema ist aktuell eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht worden. Infekte wurden entweder mit oder ohne Antibiotikum behandelt. Analysiert wurde die Dauer bis zum Gesundwerden. Das Ergebnis zeigte keinen Unterschied bei den kleinen Patienten. Die mittlere Krankheitsdauer betrug acht Tage." Auffällig waren jedoch deutlich vermehrte Magen-Darm-Beschwerden in der Antibiotika-Gruppe. Ein abwartendes Vorgehen bei unkomplizierten Infekten der oberen Atemwege im Kindesalter stellt demnach eine wirksame und sichere Behandlungsstrategie dar. Nicht immer sollte man sofort zu einem Antibiotikum greifen. 

Klinische Abklärung notwendig

Dennoch sollten Atemwegserkrankungen und grippale Infekte von Kindern nicht auf die leichte Schulter genommen werden. "Wichtig ist die medizinische Begleitung unserer Kinder und deren Eltern bei Infekten", betont Sedlak. "Das Erfragen von Symptomen und eine genaue klinische Untersuchung sind in jedem Fall notwendig. Ebenso die Aufklärung über Wirkung und Dosierung von Ibuprofen und Paracetamol verabreicht als Zäpfchen oder Saft." 

Kraft von Hausmittel nicht unterschätzen

Neben Medikamenten gibt es auch jede Menge Hausmittel, wie Zwiebelwickel oder Essigpatscherl. Sinnvoll eingesetzt können auch sie Erstaunliches bewirken. "Manchmal darf auch ruhig etwas zugewartet werden. Der Körper verfügt über hervorragende Selbstheilungskräfte", erklärt die Kinderärztin. Bei schwerem Krankheitsverlauf mit langer Dauer, hohem Fieber, Trinkschwäche und schlechtem Allgemeinzustand helfen einfache diagnostische Maßnahmen wie eine Harnanalyse oder ein Abstrich. "Mit einem kleinen, fast schmerzlosen 'Fingerpieks" können Entzündungswerte analysiert werden", sagt die Medizinerin. So kann relativ einfach zwischen bakteriellen und viralen Infekten leicht unterschieden werden.

kinderarzt-freistadt.at

Hausmittel gegen Erkältungen und grippale Infekte


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