Welttag der humanitären Hilfe
Trinkwasser wird immer kostbarer

Mit den neu entwickelten Wasserverteil-Kits stellt das Rote Kreuz Oberösterreich eine nachhaltige, regionale Trinkwasserversorgung sicher.
  • Mit den neu entwickelten Wasserverteil-Kits stellt das Rote Kreuz Oberösterreich eine nachhaltige, regionale Trinkwasserversorgung sicher.
  • Foto: OÖRK/Schönberger
  • hochgeladen von Carmen Palzer

In Zeiten des Klimawandels wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser immer wichtiger. Die weltweite Wasserknappheit birgt zunehmendes Konfliktpotential. Um dahingehend zu handeln, stationierte das Rote Kreuz Oberösterreich in Freistadt, Steyr, Ried, Vöcklabruck und Linz standardisierte Wasserverteil-Kits, bestehend aus Wasserbehälter und Verteil-Ausrüstung.

BEZIRK FREISTADT. Sauberes Wasser und Hygiene entscheiden oft über Leben und Tod. Gerade in den Katastrophen- und Krisengebieten der Erde ist trinkbares Wasser für viele Menschen Mangelware. Prognosen zufolge verschärft die globale klimatische Lage die Trinkwasserknappheit. Konflikte sind vorprogrammiert. Schon jetzt haben weltweit rund 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Experten aus aller Welt setzen alles daran, die Lage für die an den Rand ihrer Existenz gedrängten Menschen zu verbessern. Darunter auch die 40 ausgebildeten Trinkwasserspezialisten vom Roten Kreuz Oberösterreich. Immer wieder sind sie im Ausland im Einsatz und kümmern sich um die elementarsten Grundbedürfnisse von Menschen in Not. Insgesamt hat das Österreichische Rote Kreuz im Jahr 2018 mehr als 19 Millionen Euro für Hilfsprojekte in der internationalen Zusammenarbeit aufgewendet.

Rotes Kreuz rüstet sich mit
Wasserverteil-Stationen

Auch in ihrer Heimat ist die Expertise der Rotkreuz-Trinkwasserspezialisten gefragt. Obwohl in Österreich die Ressource Wasser in ausreichender Qualität und Menge zur Verfügung steht, sind die Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Heftige Regenfälle, Gewitter-Stürme, wochenlange Hitzewellen mit Temperaturen jenseits der 30 Grad, ausgedörrte Wiesen und daraus resultierende schlechte Ernten sind Beispiele dafür. Prognosen der Technischen Universität Wien zeigen: Extreme Naturereignisse können immer wieder passieren, klimabedingt verschärft sich die Lage auch in Oberösterreich. Um dahingehend zu handeln, stationierte das Rote Kreuz OÖ in Freistadt, Steyr, Ried, Vöcklabruck und Linz standardisierte Wasserverteil-Kits, bestehend aus Wasserbehälter und Verteil-Ausrüstung. So kann das Rote Kreuz eine nachhaltige und regionale Versorgung der Bevölkerung im Ernstfall sicherstellen. Denn: Aufgrund der Trockenheit kann es bei einzelnen Haushalten, Dörfern oder in Gemeinden zu Trinkwasser-Engpässen kommen. „Ein bedachter Umgang mit Wasser ist deshalb wichtig“, rät Gerhard Aglas aus Steyr, Leiter der Trinkwasserexperten beim Roten Kreuz OÖ.

Autor:

Carmen Palzer aus Freistadt

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