Verantwortungsvoller Umgang mit Lebenssaft Blut

Oberärztin Annette Greslehner

BEZIRK FREISTADT. Alle 80 Minuten wird in Österreich eine Blutkonserve für kranke und verletzte Personen benötigt. Im LKH Freistadt wurden im Vorjahr 242 Liter Spenderblut verabreicht. „Auch wenn durch einen sorgsamen Umgang (Patient Blood Management) der Verbrauch in den vergangen Jahren gesunken ist, erwarten wir durch die demographische Entwicklung eine Steigerung“, sagt Oberärztin Annette Greslehner, die anlässlich des bevorstehenden internationalen Tag der Blutspende am 14. Juni auf die Notwendigkeit aufmerksam machen möchte.

Nach Unfällen, schweren Operationen oder bei bestimmten Krankheiten kann die Blutspende von Freiwilligen für die Patienten lebensrettend sein. Blut dient als unersetzbares Transportsystem im menschlichen Organismus. Fast fünf Liter werden vom Herz pro Minute durch den Körper gepumpt und damit Milliarden von Zellen mit „Treibstoff“ versorgt. In einem 96.000 Kilometer langen Leitungssystem nimmt das Blut an der einen Stelle Sauerstoff auf, transportiert es an die benötigte Stelle und führt dort das Kohlendioxid wieder ab.

Im Ernstfall muss es schnell gehen

Bis heute ist es nicht möglich, diesen kostbaren Lebenssaft künstlich zu erzeugen. Umso wichtiger ist es, im Notfall auf konserviertes Spenderblut zurückgreifen zu können. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst des Roten Kreuzes gewährleistet die sichere Versorgung der Patienten des LKH Freistadt. „Um Betroffenen im Ernstfall rasch und effizient helfen zu können, sind in unserem Haus ständig 16 Blutkonserven verfügbar,“ weiß Oberärztin der Anästhesie, Annette Greslehner. Blutkonserven sind nur maximal 42 Tage lang haltbar.

Jederzeit kann gespendet werden

Nur etwa jeder dritte Österreicher spendet regelmäßig Blut. Obwohl die moderne Medizin heute auf blutsparende Operationsverfahren zurückgreift, besteht weiterhin ein großer Bedarf an Blutprodukten. „Die benötigte Blutkonservengesamtmenge unseres Hauses lag im vergangenen Jahr bei etwa 242 Litern“, informiert die Expertin, „um die Versorgung mit Blut im Notfall langfristig sicher zu stellen, sind wir daher immer auf das besondere Engagement von Freiwilligen angewiesen. Jede Spende zählt und kann Leben retten.“
Blutspenden ist grundsätzlich jederzeit möglich. Genauere Infos entnehmen Sie: www.roteskreuz.at.

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