Hitzewallungen vorbeugen
Wechseljahre: Coole Tipps für heiße Tage

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FREISTADT. Schweißausbrüche und Hitzewallungen sind typische Symptome für die Wechseljahre. Fast drei Viertel aller Frauen leiden darunter. Wechseljahrsbedingte Hitzewallungen können jederzeit auftreten, im Sommer sind sie aber besonders unangenehm. Mit diesen Tipps kommen betroffene Frauen „cool“ durch die heiße Zeit.

Normale Phase im Leben jeder Frau

Die Wechseljahre, medizinisch Klimakterium genannt, sind keine Krankheit, sondern eine normale Phase im Leben jeder Frau. Ab einem Alter von durchschnittlich 50 Jahren verändert sich der Hormonhaushalt, was häufig unangenehme Symptome mit sich bringt.
Neben Hitzewallungen sind Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Libidoverlust, Scheidentrockenheit und Gewichtszunahme typische Beschwerden im Wechsel. „Auslöser sind meist hormonelle Schwankungen, vor allem eine Abnahme des Östrogenspiegels“, sagt Oberärztin Veronika Krain, Fachärztin der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Freistadt, und ergänzt: „Der Leidensdruck kann sehr unterschiedlich sein. Manche Frauen gehen beschwerdefrei durch diese Zeit, bei anderen wird die Lebensqualität massiv beeinträchtigt. Die Beschwerden können jedoch durch Ernährung und Optimierung des Lebensstils günstig beeinflusst werden.“

Im Sommer besonders unangenehm

Der sinkende Östrogenspiegel wird als Ursache für eine Störung der Temperaturwahrnehmung im Gehirn vermutet. Die Blutgefäße erweitern sich, die Haut wird stärker durchblutet und rötet sich, Schweißausbrüche folgen. Hitzewallungen breiten sich in Wellen aus, die Oberkörper, Hals und Gesicht überfluten – oft mehrmals stündlich. Auslöser sind im Sommer häufig Temperaturunterschiede, etwa wenn zwischen kühlen Innenräumen und höheren Temperaturen im Freien gewechselt wird. Auch Medikamente, die auf den Östrogenhaushalt einwirken, können Hitzewallungen auslösen.

Hitzewallungen vorbeugen

Im Sommer erleichtert luftige Kleidung, vorzugsweise aus Naturfaser, die Regulierung der Körpertemperatur. Eine leichte Baumwolldecke und kühle Raumtemperatur beugen nächtlichem Schwitzen vor. Nahrungsmittel, die den Körper erhitzen, sollten vermieden werden. Dazu zählen Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sowie stark gewürzte oder schwer verdauliche Speisen. Physikalische Therapieverfahren wie Moorbäder, Kneippanwendungen, Wechselduschen oder Fußbäder können Linderung bei Hitzewallungen bringen.
Auch Stress kann die Symptome auslösen. Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung sind hilfreich. Ein aktiver Lebensstil mit Sport und viel Bewegung an der frischen Luft wirkt den Beschwerden der Wechseljahre entgegen.

Mit pflanzlicher Hilfe durch die Wechseljahre

Eine Hormonersatztherapie wird nur bei stark beeinträchtigter Lebensqualität verabreicht. Rotklee, Frauenmantel und Schafgarbe können gegen Hitzewallungen und Co. wirksam sein. Salbei lindert die Beschwerden, die mit Hitzewallungen, Nachtschweiß und übermäßigem Schwitzen einhergehen. Auch Traubensilberkerze in Form von Fertigpräparaten kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken.
„Sinnvoll ist eine individuell auf die Beschwerden abgestimmte Kräutertherapie“, sagt Krain, die auch ausgebildete TCM-Therapeutin ist. „Weiters treten Hitzewallungen zu Beginn der Wechseljahre am häufigsten auf und nehmen danach langsam ab. Sie verschwinden nach ein oder zwei Jahren oft von alleine.“

Autor:

Carmen Palzer aus Freistadt

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