KLINIKUM FREISTADT
Corona: Längster Aufenthalt dauerte 50 Tage

Zwischen März und Ende Juni wurden im Klinikum Freistadt 1.281 PCR-Tests durchgeführt.
3Bilder
  • Zwischen März und Ende Juni wurden im Klinikum Freistadt 1.281 PCR-Tests durchgeführt.
  • Foto: OÖG
  • hochgeladen von Roland Wolf

FREISTADT. Das Untere Mühlviertel war gleich zu Beginn der Corona-Krise von hohen Fallzahlen betroffen. Im Klinikum Freistadt wurden 15 Covid-19-Erkrankte stationär versorgt. Die Anzahl der Belagstage beläuft sich auf 551. Ein Patient musste 50 Tage im Klinikum bleiben. Er konnte trotz Langzeitbeatmung auf der Intensivstation gesund entlassen werden. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Bereiche wurde die Krise bislang bestens gemeistert.

Viele schwere Covid-Fälle

„Im Klinikum Freistadt hatten wir vergleichsweise viele schwer an Covid-19 Erkrankte in Behandlung", sagt der Ärztliche Direktor, Primar Norbert Fritsch. "In mehreren Fällen war eine Langzeitbeatmung auf der Intensivmedizin erforderlich. Dank der sofort getroffenen Adaptierungen und der Ausweitung der Therapiemöglichkeiten war für die meisten Betroffenen jedoch eine Behandlung auf der Normalstation möglich." Von der Patientenlogistik, der Aufnahmestrategie und der Behandlung bis hin zu den Schutzmaßnahmen haben sich sämtliche Prozesse und Abläufe durch Covid-19 geändert. "Dank des Engagements aller Mitarbeiter ist es uns gelungen, Problemstellungen rasch zu meistern. Aufgrund der strengen Disziplin des gesamten Personals bezüglich Schutzausrüstung konnten Engpässe bei der Materialversorgung abgewendet werden.“

Insgesamt 1.281 PCR-Tests durchgeführt

Zwischen März und Ende Juni wurden im Klinikum Freistadt 1.281 PCR-Tests durchgeführt. Vier Frauen und elf Männer mussten stationär behandelt werden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Person betrug 38 Tage auf der Intensivstation und zehn Tage auf der Normalstation. Die zu verzeichnenden Todesfälle waren auf schwere Grunderkrankungen in Verbindung mit Covid-19 zurückzuführen, wie Fritsch betont. Trotz der medizinischen und logistischen Herausforderung war man im Klinikum Freistadt stets auch um das seelische Wohlergehen der Patienten bemüht: „Die Entscheidung über eine Behandlung auf der Normal- oder Intensivstation erfolgte immer in Absprache mit den Betroffenen sowie den Angehörigen und wurde interdisziplinär getroffen. Wichtig war und ist uns, Covid-19-Erkrankungen nach dem neuesten Standard zu therapieren und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen neben medizinischer Behandlung auch psychische Unterstützung für die Patienten anbieten zu können“, sagt Fritsch.

Rückstau bei Behandlungen abgearbeitet

Die wegen des Corona-Virus verschobenen Behandlungen und Operationen wurden in den vergangenen Wochen fast vollständig aufgearbeitet. Nach wie vor werden für den Fall erneut steigender Infektionszahlen sowohl auf der Normalstation als auch auf der Intensivstation Betten frei gehalten, um jederzeit Covid-19-Erkrankte aufnehmen und isoliert versorgen zu können. Auch wenn die Rückkehr in den Regelbetrieb mittlerweile schrittweise erfolgt ist, gelten weiterhin strenge Schutz- und Hygienemaßnahmen, beispielsweise die geltende Maskenpflicht für alle Anwesenden.

Organisatorische Strukturen angepasst

Das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, ist im Krankenhaus nicht höher als in anderen Lebensbereichen. „Neben der Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen war auch die Entwicklung einer passenden Informationslogistik eine Herausforderung. Auch Behandlungsplätze für Corona-Patienten und Testräumlichkeiten mussten frei gehalten oder geschaffen werden, ebenso die notwendigen Isolationsmaßnahmen", sagt der Ärztliche Direktor. "In sehr kurzer Zeit wurden unter tatkräftiger Mithilfe aller Mitarbeiter neue Strukturen geschaffen. Das gesamte Team hat einen unglaublichen Einsatz und Zusammenhalt gezeigt. Wir begegnen dem Virus mit Respekt – also sicherem und konsequentem Vorgehen, wie in der Medizin üblich. So sind das Klinikum Freistadt und seine Mitarbeiter für die Zukunft gut gerüstet.“

Newsletter Anmeldung!


Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell


Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen