Go West! S10 Trasse für Rainbach fixiert

Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher (links) und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
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RAINBACH. 2015 wird die Mühlviertler Schnellstraße S10 von Unterweitersdorf bis Freistadt Nord für den Verkehr freigegeben. Die Bewohner des Rainbacher Zentrums sowie der Ortschaften Vierzehn und Apfoltern ist die Verkehrssituation aber nach wie vor sehr problematisch. "Ich spüre, dass es da eine sehr große Unruhe gibt. Es müssen dringend Schritte gesetzt werden", so Landeshauptmann-Stellvertreter und Verkehrslandesrat Franz Hiesl. Laut Prognose werden auf der S10 im Jahr 2025 zwischen 13.000 und 16.000 Fahrzeuge täglich unterwegs sein.
Bereits 2012 hat die Asfinag die Planungen für ihre Weiterführung in Richtung Staatsgrenze daher wieder aufgenommen. Vergangenen Mittwoch wurde den Bürgermeistern, den Anrainern und der Presse die Entscheidung. Drei Möglichkeiten wurden gründlich untersucht. Als klarer Sieger ging die rund acht Kilometer lange Variante im Westen hervor. "Die Asfinag hat ein klares Ziel verfolgt: Die Strecke muss dem Verkehrsaufkommen gerecht werden, den Schutz der Anrainer und der Umwelt garantierne und gleichzeitig auch wirtschaftlich und damit realisierbar sein", argumentiert der Geschäftsführer von Asfinag Bau Management, Alexander Walcher.
Mit der West-Variante kann künftig auch der Verkehr aus Summerau das Rainbacher Zentrum umfahren. Eine Ost-Umfahrung wäre wegen der mehrfachen Querung der Feldaist aus Naturschutzgründen nicht realisierbar gewesen, die Variante Mitte aufgrund eines aufwändigen Tunnels zu teuer.
"Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir eine Weiterführung der S10 bis nach Rainbach und in weiterer Folge bis zur Staatsgrenze schaffen. Was jetzt auf dem Tisch liegt ist realisierbar und leistbar", so Franz Hiesl. Wie es von Rainbach bis zur Grenze weitergeht, steht allerdings noch in den Sternen. Hiesl: "Für mich ist die S10 erst dann fertig, wenn wir in Wullowitz stehen. Allerdings ist Tschechien für uns derzeit nicht berechenbar. Die Halbwärtszeit der Verkehrsminister ist dort sehr kurz."
Seitens des Landes und der Asfinag rechnet man nicht mit großen Widerständen gegen die West-Variante, wenn auch die Präsentation teilweise emotional ablief. "Das ist klar. Bei jeder Variante ist ein Siedlungsraum betroffen und man darf die Bedenken und Ängste der Bewohner nicht vom Tisch wischen. Aber im Großen und Ganzen war es eine konstruktive Diskussion. Allen Rainbachern ist klar, dass etwas geschehen muss", so Bürgermeister Friedrich Stockinger. Der Rainbacher Bürgermeister fordert, dass die betroffene Bevölkerung intensiv in die Planungen einbezogen wird.
Die West-Variante mit geschätzten Kosten von rund 180 Millionen Euro bildet jetzt die Grundlage für die Schritte. "Wir werden die Planungen mit Hochdruck weiter verfolgen", so Alexander Walcher.

Die nächsten Schritt:

Zuerst muss ein Vorprojekt erstellt werden. Dabei werden auf Basis des Ergebnisses der Vorstudie die Planungen im Detail erstellt und konkrete Maßnahmen wie etwa Lärmschutz einbezogen.
In weiterer Folge wird dann eine konkrete Trasse zur verpflichtenden Umweltverträglichkeits-Prüfung beim Verkehrsministerium eingereicht.
Sobald die Trasse genehmigt ist, wird mit den Grundeinlösen begonnen.
Die Umfahrung Rainbach soll in der kommenden Legislaturperiode realisiert werden.

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