VERANSTALTUNG
Gusen-Film eines Wartbergers sorgt für Aufsehen

Was geschah im Lager Gusen?
2Bilder

WARTBERG/AIST, ST. GEORGEN/GUSEN. „Lager Gusen: Was geschah dort wirklich?“ – so betitelt sich eine Veranstaltung am Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr, im Veranstaltungszentrum Wartberg, zu der die Seniorenbund-Ortsgruppe unter Obmann Heinrich Schützeneder lädt. Gemeinsam mit Rudolf Haunschmied vom Gusen Memorial Komitee wird Andreas Sulzer versuchen, Antworten auf diese brisante Frage zu geben.

Prämierter Filmemacher

Andreas Sulzer (49) lebt seit 15 Jahren mit seiner Familie in Wartberg. Er betreibt eine Filmproduktionsfirma in Linz und wurde schon mehrfach international ausgezeichnet – unter anderem mit dem „Cine Golden Eagle Award“ in den USA, auf den er besonders stolz ist. Für seinen neuesten Film „Die geheimste Unterwelt der SS“, der Anfang September im Zweiten Deutschen Fernsehen lief, gibt es noch keine Auszeichnung, dafür heftige Reaktionen.

„Erdbeben“ ausgelöst

Eine der Kernaussagen des 44 Minuten dauernden Films: Die unterirdischen Bauten bei St. Georgen an der Gusen umfassten entgegen bisheriger Annahmen bis zu 26 Kilometer Stollen und dienten auch zur Geheimwaffen-Produktion. „Der Gusen-Film hat ein richtiges Erdbeben ausgelöst“, sagt der 49-jährige Filmemacher. Vor allem offizielle Stellen zeigen sich verwundert bis irritiert. Barbara Glück, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sagte der Tageszeitung „Standard“: „Es handelt sich hier um reine Spekulation, die auf Indizien beruhen.“ Es sei unverantwortlich, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Im Gespräch mit der BezirksRundschau Freistadt rechtfertigt sich Sulzer. „Mein Recherche-Team bestand aus renommierten Historikern, Forschern sowie Militär- und Altlastenexperten.“ Ein Dokument ist für ihn besonders stichhaltig: „Der oberste amerikanische Geheimdienstchef ist das Stollensystem im Mai 1945 persönlich abgegangen. Schon damals sprach er von einer Länge von 26 Kilometern.“

Von Moskau bis Washington

Geforscht hat das Team um Sulzer seit 2012 in Archiven in Moskau, Washington, London und Paris. Die konkreten Arbeiten am Film begannen vor drei Jahren. Warum manche seinen Film trotzdem nicht ernst nehmen, fragt sich auch Sulzer. „Wahrscheinlich fürchtet man enorme Altlasten in den Stollen. Und wenn man die öffnet, kostet das eine Stange Geld.“

Fotos: Andreas Sulzer

Was geschah im Lager Gusen?
Filmemacher Andreas Sulzer lebt seit 15 Jahren in Wartberg ob der Aist.
Autor:

Roland Wolf aus Freistadt

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.