Soziale Innovation
Landespreis für "Kost-nix-Wagen" des OTELO Freistadt

Landesrätin Birgit Gerstorfer (zweite von rechts) und dieziwi-Geschäftsführerin Nicole Sonnleitner (zweite von links) gratulierten den 3. Hauptpreisgewinnern Stefan Kreiner (li.), Johanna Mayrwöger und Tobias Steurer (Kost-nix-Wagen).
  • Landesrätin Birgit Gerstorfer (zweite von rechts) und dieziwi-Geschäftsführerin Nicole Sonnleitner (zweite von links) gratulierten den 3. Hauptpreisgewinnern Stefan Kreiner (li.), Johanna Mayrwöger und Tobias Steurer (Kost-nix-Wagen).
  • Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr
  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Sozial-Landesrätin Birgit Gersdorfer und der Verein "dieziwi" zeichneten heute besondere Sozialprojekte aus. Einer der Preisträger war der "Kost-nix-Wagen" des OTELO Freistadt. Das Projekt profitiert nicht nur durch 3.000 Euro Preisgeld. Der Verein "dieziwi" wird die ausgewählten Aktionen in vielfältiger Hinsicht unterstützen. Sie werden etwa bei der "Freiwilligenmesse" im Zuge des Ars Electronica Festivals am Linzer JKU-Campus am 11. September mit dabei sein. 

FREISTADT, OÖ. Das vergangene Jahr hat gezeigt, wieviel Potenzial in der sogenannten Zivilgesellschaft steckt. Durch die Pandemie wurden viele, schon vorher existierende, soziale Problemlagen ins Licht gerückt: Soziale Isolation, Einsamkeit, Benachteiligung, Altersdiskriminierung oder Gewalt. Viele Initiativen, die entstanden sind, beschäftigen sich mit diesen Themen und wollen Lösungen finden und einen Beitrag leisten. Um an solchen Ideen weiterzuarbeiten und diese nachhaltig in unserer Gesellschaft zu verankern, rief Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer gemeinsam mit dem Verein „dieziwi – Die Zivilgesellschaft wirkt“ erstmals den Oberösterreichischen Landespreis für soziale Innovation "dieziwi.21" aus.

Kostenloses Geben und Nehmen

Über die vergangenen Monate wurden insgesamt 74 Ideen eingereicht, die das vielfältige Engagement der Oberösterreicher widerspiegeln. Eine unabhängige Fachjury hat nun die Gewinner ermittelt und heute, 27. Juli, bei einer Urkundenverleihung in exklusivem Rahmen geehrt. Vergeben wurden drei Hauptpreise im Wert von insgesamt 12.000 Euro und drei Anerkennungspreise. Der dritte Hauptpreis, der mit 3.000 belohnt wurde, ging an den "Kost-nix-Wagen" des OTELO Freistadt. Mit dem Kost-nix-Wagen wurde eine mobile Räumlichkeit, ein adaptierter Bauwagen, für das Geben und Nehmen von Gütern geschaffen. Aufgestellt wird er an verschiedenen öffentlichen Plätzen im Bezirk Freistadt. Der Kost-nix-Wagen ist ein offener Raum, den die Zivilgesellschaft für den Austausch von Gegenständen wie Kleidung, Schuhe, Bücher, Geschirr und kleinen funktionierenden Elektrogeräten nutzen kann. Privatpersonen können ohne jegliche Gegenleistung Dinge, die sie gebrauchen können, mitnehmen. Sie können auch Dinge abgeben und anderen Menschen kostenfrei zur Verfügung stellen.

Der 1. Hauptpreis ging an das Projekt "Dorfgestalten am bunten Sofa" der Marktgemeinde Pram in Kooperation mit Kulturverein Furthmühle. Der zweite Platz an "Digi4U - digitale Freizeitgestaltung für dich" von der Volkshilfe Oberösterreich. Landesrätin Gerstorfer unterstützt die Juryentscheidung:

„Die gewählten Ideen sind nicht nur einzigartig, sondern spiegeln in ihrer Vielfältigkeit die Vielschichtigkeit unserer oberösterreichischen Gesellschaft wider: Zugänglichkeit von Kunst und Kultur im ländlichen Raum, Digitalisierung im Sozialbereich, Solidarität und Zusammenhalt über verschiedene Bevölkerungsschichten hinweg und nachhaltiges Teilen von Konsumgütern – alle diese Themen bewegen unsere Gesellschaft und erfordern innovative Ansätze und engagierte Menschen, die zu ihrem Fortschritt beitragen." 

Freiwilligenmesse OÖ als Teil des Ars Electronica Festivals

Nicole Sonnleitner, Geschäftsführerin des Vereins dieziwi: „Oft scheitern Ideen in der ersten Umsetzungsphase, weil das Wissen, die Erfahrung oder auch einfach die nötigen Netzwerke fehlen." Als österreichweite Plattform für freiwilliges, zivilgesellschaftliches Engagement versteht es der Verein als seine Aufgabe, die Gewinner bei der Umsetzung ihrer Ideen bestmöglich zu unterstützten. Den Startschuss für diese Zusammenarbeit bilden die diesjährige Freiwilligenmesse OÖ und das Symposium „Die Zivilgesellschaft der Zukunft: Co-Kreation wirkt“, bei der die neuen Projekte vor größerem Publikum vorgestellt werden. Die Initiativen erhalten dabei die Möglichkeit, mit anderen Einrichtungen und Freiwilligen in Kontakt zu treten und so ihre Netzwerke zu erweitern.

Die Freiwilligenmesse "Fest engagiert" findet am 11. September, von 10 bis 18 Uhr statt, heuer erstmals als Teil des Ars Electronica Festival an der Johannes Kepler Universität in Linz statt. Die Messe ist der ideale Treffpunkt für alle, die sich freiwillig engagieren möchten und Einrichtungen, die Freiwillige suchen.


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