Mehr als zwei Millionen Euro für Arbeitnehmer erkämpft

Klaus Riegler ist Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Freistadt.
  • Klaus Riegler ist Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Freistadt.
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BEZIRK FREISTADT. 5.254 Mitglieder haben sich im Vorjahr mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die Arbeiterkammer Freistadt gewandt. "Bei vielen Problemen reicht eine Beratung nicht aus", sagt Bezirksstellenleiter Klaus Riegler. "Manchmal müssen wir bei den Arbeitgebern intervenieren und – wenn das nichts bewirkt – vor Gericht gehen, um den Arbeitnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen."

Durch außergerichtliche Interventionen wurden 131.196 Euro an vorenthaltenem Entgelt hereingebracht, weitere 140.869 Euro konnten vor dem Arbeitsgericht erkämpft werden. Das macht insgesamt 272.065 Euro im arbeitsrechtlichen Bereich. Um weitaus höhere Summen geht es in sozialrechtlichen Fragen, also Pensions- und Rentenansprüche sowie Pflegegeld. Hier erstritt die Arbeiterkammer Freistadt 2018 insgesamt 1.755.962 Euro. Zusätzlich wurden 50.454 Euro für Arbeitnehmer durchgesetzt, deren Betriebe in Insolvenz gingen. "In Summe hat die Arbeiterkammer Freistadt somit Ansprüche und Forderungen von 2.078.481 Euro für ihre Mitglieder erwirkt", sagt Riegler.

Zukunftsfonds mit 30 Millionen Euro dotiert

Landesweit erkämpften die Experten der Arbeiterkammer Oberösterreich im vergangenen Jahr knapp 102 Millionen Euro für ihre insgesamt 650.000 Mitglieder. Neben den klassischen Themen Wohnen, Pflege und Bildung wird das Beratungsbedürfnis vor allem in Fragen der Digitalisierung immer größer. "Auf diesem Gebiet werden wir das Angebot ausbauen", sagt AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Herzstück des Zukunftsprogrammes ist die Hilfe beim digitalen Wandel. "Wir werden in den nächsten fünf Jahren in Oberösterreich 30 Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Arbeitsbedingungen der Menschen in der digitalen Welt zu verbessern." Der Zukunftsfonds der Arbeiterkammer OÖ ("Arbeit-Menschen-Digital") fördert ab sofort Projekte, die mit der Digitalisierung zu tun haben und direkt den Beschäftigten in den Betrieben zugutekommen.

Als Beispiele nennt Kalliauer Aus- und Weiterbildungsprogramme, die Mitbestimmung bei Schicht- oder Dienstplänen durch digitale Instrumente oder das Schaffen von Systemen zum Erhalt der Gesundheit. "Die Projekte müssen zum Ziel haben, die Arbeit der Beschäftigten zu verbessern oder zu erleichtern", erklärt der AK-OÖ-Präsident das Hauptkriterium für die Förderung.

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