Ärger bei Informationsabend zu Ostumfahrung in Engerwitzdorf

Kaolinschichten im Boden verursachen in Oberthal wellenförmige Absenkungen.
  • Kaolinschichten im Boden verursachen in Oberthal wellenförmige Absenkungen.
  • hochgeladen von Gernot Fohler

ENGERWITZDORF (red). "Wenn die alles so vorbereiten, dann können sie darum würfeln, welche Variante am Ende herauskommt." So machte Montagabend ein Besucher des Informationsabends zur Ost- umfahrung im Kulturzentrum Schöffl in Schweinbach seinem Ärger Luft. Grund: Auf einem Bildschirm stellten die Planer die Varianten animiert dar. Aber: Während die ausgeschiedene Variante durchs Reichenbachtal gezeigt wurde, fehlte die östliche von Schweinbach weg über Wolfing Richtung Süden. Jene Variante, an der naturgemäß das größte Interesse bestand. Sie wird erst beim Infoabend am 21. März im Aktiv Park in St. Georgen animiert zu sehen sein.

Weitere Kritikpunkte der Engerwitzdorfer: Warum für die Variante ab Schweinbach plötzlich zusätzlicher Verkehr eingerechnet wird? Verkehr, den es noch gar nicht gibt. Verkehr durch bisher nur gewidmete aber unverbaute Gebiete aus dem Korridor der frühzeitig ausgeschiedenen Variante ab Unterweitersdorf. Verkehr, der nicht eingerechnet worden war, als es hieß: Die Unterweitersdorf-Variante bringe zu wenig. Viele Betroffene fordern, diese Trasse auf Basis der neuen Zahlen nochmals ins Rennen zu bringen.

Rund 500 Millionen Euro
Keine befriedigende Antwort gab es auf die Frage nach den Kosten für die Varianten. Die sollen laut Planern erst am 8. Mai veröffentlicht werden – gleichzeitig mit der Trassenentscheidung. "Wir Steuerzahler müssen für eine Transitstrecke durch unseren Lebensraum zahlen, dürfen aber nicht wissen, wie viel das kostet", ärgerte sich ein Engerwitzdorfer. Aus der Variantenuntersuchung zur 7. Regionskonferenz gibt es jedoch Kostenberechnungen: Die stadtnäheste Trasse käme auf 450 bis 535 Millionen Euro. Die Variante ab Mittertreffling wurde nicht beziffert. Östlichste Trasse ab Schweinbach über Wolfing: 435 bis 570 Millionen. Allerdings konfrontierten ortskundige Anrainer der Ost-Trasse die Planer bei der Informationsveranstaltung mit einer geologischen Besonderheit: Im Bereich Oberthal sollen unterirdische Kaolinschichten für einen instabilen Untergrund verantwortlich sein, der diese Trasse enorm verteuern könnte. An der Oberfläche mache sich dies nicht nur durch Risse in Gebäuden oder Straßen bemerkbar, sondern auch durch Senken in Feldern, in denen sogar Siloballen verschwinden (siehe Foto).

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