Sportvereine & Corona
Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Von links: Peter Lindner (Union Unterweißenbach), Franz Pichler (ASV Hagenberg).
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  • Von links: Peter Lindner (Union Unterweißenbach), Franz Pichler (ASV Hagenberg).
  • Foto: Union UW/Privat
  • hochgeladen von Roland Wolf

Wie geht es unseren Sportvereinen in der Pandemie? Wir haben uns mit zwei Obmännern unterhalten: Peter Lindner (Union Unterweißenbach) und Franz Pichler (ASV Hagenberg).

UNTERWEISSENBACH, HAGENBERG. Die unvergessenen Fußball-Relegationsspiele gegen Schönau, die 60-Jahr-Feier, der Mühlviertler-Alm-Cup – 2019 war eines der besten Jahre in der Vereinsgeschichte der Union Unterweißenbach. Doch im Frühjahr 2020 kam Corona und das Team musste sein Engagement praktisch über Nacht auf null herunterfahren. Obmann Peter Lindner führt die Union so gut es geht durch die Pandemie, doch er ist besorgt um die Zukunft: "Wie werden wir unsere Sportler und Mitglieder nach der Krise wieder begeistern können, damit sie uns treu bleiben und in die Zukunft begleiten?" Denn klar ist: Der Nachwuchs ist die Zukunft, nur er kann den Verein langfristig absichern. Aber schon jetzt treten erste kleinere Schwierigkeiten auf, die jungen Kicker bei der Stange zu halten. "Ein positives Signal waren sicherlich die ersten Öffnungsschritte im März", sagt Lindner. Er hofft, dass der Erwachsenensport bald nachziehen darf. "Unser Kampfmannschaftstrainer versucht jedenfalls unermüdlich, die Kicker durch regelmäßige Einzeltrainings zu motivieren und bei Laune zu halten."

Comeback muss das Ziel sein

Finanziell ist die Pandemie für die Sportvereine ein Desaster. "Mein Dank gilt unseren treuen Sponsoren", sagt Lindner. "Ohne deren Unterstützung sowie die staatlichen Förderungen durch den NPO-Fonds wäre diese Zeit nicht zu bewältigen." Trotz allem sind Lindner und sein Vorstandsteam zuversichtlich, gestärkt aus der Krise zu kommen. "Ziel aller Vereine muss es sein, dass die gesellschaftlichen und sportlichen Aktivitäten ein Comeback erleben."

Langfristige Auswirkungen

Auch Franz Pichler, Obmann des ASV Hagenberg, macht sich Sorgen: "Statt Sporteinheiten zu absolvieren, verbringen viele Kinder und Jugendliche die frei gewordene Zeit am Handy oder vorm Computer. Langfristig gesehen kann das nicht gut sein und die tatsächlichen Auswirkungen werden wir möglicherweise noch zu spüren bekommen." Weniger Gedanken macht sich Pichler um die Motivation – die sei Gottseidank ungebrochen. "Sportler und Funktionäre können die möglichen Öffnungsschritte in den nächsten Wochen und Monaten kaum erwarten und scharren bereits mit den Hufen", sagt Pichler. "Alle wünschen sich eine Rückkehr zur Normalität, endlich wieder persönliche Kontakte und die Geselligkeit, die das Vereinsleben einfach ausmachen." Derzeit seien keine Vereinsaustritte zu beklagen. "Und ich hoffe, das bleibt auch so."

Noch mehr Arbeit für Ehrenamtliche?

Allerdings befürchtet er, dass coronabedingt jene Personen, die ohnehin schon so viel ehrenamtlich leisten, noch mehr zu tun bekommen. "Es muss uns allen gelingen, durch Zusammenhalt so gut wie möglich wieder in den Normalbetrieb zu kommen." Die Finanzsituation stellt sich ähnlich prekär dar wie in Unterweißenbach. "Dass wir einigermaßen gut durch die Krise kommen, verdanken wir in erster Linie den Mitgliedern, Sponsoren und nicht zuletzt auch Zahlungen aus dem Unterstützungsfonds."


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