CORONA
Hilfeschrei aus dem Mittelstand

Markus Egger
  • Markus Egger
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  • hochgeladen von Roland Wolf

UNTERWEISSENBACH. Vor 25 Jahren übernahm Markus Egger von seiner Mutter das Unternehmen Egger Moden. Gemeinsam mit seiner Frau baute er es von einem Zehn-Mitarbeiter- zu einem 100-Mitarbeiter-Betrieb aus. Jetzt steht das 1884 gegründete Unternehmen coronabedingt vor der größten Krise seiner Geschichte. In einer gut 15-minütigen Videobotschaft wandte sich Markus Egger an die Öffentlichkeit. Wir haben einige seiner Kernaussagen zusammengefasst:

"Wie es jetzt gerade ausschaut, befürchte ich, dass es vielleicht dem Ende zugehen könnte, wenn sich die Regierung nicht was einfallen lässt, was uns tatsächlich hilft."

"Wir haben einen Shut-down, unsere Geschäfte sind geschlossen und wir haben null Einnahmen. Auf der anderen Seite können wir aber unsere Ware, die wir vor über einem halben Jahr bestellt haben, nicht einfach stornieren. Wir haben Verträge unterschrieben. Wir werden in den nächsten Monaten Ware bekommen, wo wir uns verpflichtet haben, dass wir sie annehmen."

"Wir haben jetzt jeden Tag von unserem Konto nur Abgänge: Löhne, Steuern, Gebietskrankenkasse, Mieten, Versicherungen, Strom, Fahrzeuge, Wartungsverträge. Dazu kommt vorbestellte Ware in einer Größenordnung von einer Million Euro. Und die müssen wir bezahlen."

"Was uns in dieser Situation nicht weiterhilft, das sind Stundungen. Das ist momentan vielleicht ganz nett, aber ich muss alles, was gestundet ist, auch irgendwann zurückbezahlen."

"Unser Unternehmen gibt es seit 1884 und wir sind schon durch viele Krisen gegangen und irgendwie war es immer zu meistern. Aber wir hatten immer eine Grundlage – nämlich die, Umsätze zu machen. Diese Grundlage ist uns jetzt genommen worden. Wir verlieren jeden Tag sehr, sehr viel Geld, das nicht mehr gutzumachen ist."

"Uns trifft es jetzt in einer Zeit, in der eigentlich unsere Hochsaison ist."

"Selbst wenn die Geschäfte wieder geöffnet werden – und ich gehe davon aus, dass das nicht der 13. April ist – dann wird’s losgehen mit Rabattschlachten, die wir noch nie gesehen haben – in der Größenordnung von 80, 90 Prozent wahrscheinlich, nur um irgendwie zu Geld zu kommen."

"Fakt ist, dass es ohne finanzielle Zuwendungen – und damit meine ich Zuwendungen, die nicht zum Zurückzahlen sind, nicht möglich sein wird für sehr, sehr viele in meiner Branche zu überleben."

Egger Moden

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