Jahresbilanz 2016 des AMS Freistadt

Seit 7 Monaten sinkende Arbeitslosen Zahlen
Durch diese, seit 7 Monaten sinkenden Arbeitslosenzahlen, unterscheidet sich der Bezirk Freistadt wesentlich vom restlichen Österreich. Österreichweit sind ja die Zahlen der Arbeitslosen erst im Dezember erstmals leicht gesunken. „Ich will nicht behaupten, dass diese positive Entwicklung alleine durch das AMS Freistadt zustande kommt, aber das hohe Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sicherlich einen großen Beitrag dazu geleistet“, freut sich der Freistädter AMS Leiter Alois Rudlstorfer. Einen weiteren, großen Anteil für die gute Entwicklung hat sicherlich die sehr stabile und erfolgreiche Wirtschaft im Bezirk. Das Angebot der offenen Stellen hat sich im Vergleich zum Vorjahr wesentlich erhöht. – Ein Zeichen dafür, dass die Betriebe erfolgreich sind und die Auftragslage passt.
Die Jahresarbeitslosenquote im Bezirk Freistadt ist im Jahr 2016 gegenüber 2015 um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4% gesunken.

Anhand der folgenden Zeilen zeigt das AMS Freistadt, dass man auch, trotz widriger Bedingungen, auf dem Arbeitsmarkt durchaus erfolgreich sein kann.

Jugend-/Älterenarbeitslosigkeit
Besonderes Augenmerk legte das AMS Freistadt 2016 auf die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit unter den Jugendlichen und die Unterstützung der älteren Arbeitsuchenden.
Lediglich 22 unter 25-jährige (10 Frauen/12 Männer) waren länger als 6 Monate arbeitslos vorgemerkt.
Älteren Arbeitsuchenden fällt es aus verschiedensten Gründen immer schwerer, wieder einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Mit Unterstützung des AMS Freistadt fanden im vergangenen Jahr 322 Frauen und 538 Männer (ab dem 45. Lebensjahr) wieder einen neuen Arbeitsplatz.
Langzeitarbeitslose Personen
Eine weitere Zielgruppe, die besonderer Unterstützung bedarf, ist die der langzeitarbeitslosen Personen. Das sind Personen, die bereits länger als 1 Jahr beim AMS zur Arbeitsuche vorgemerkt sind. „Bei dieser Personengruppe, die schon längere Zeit keinen dauerhaften Arbeitsplatz inne hatte und es daher besonders schwer hat, einen neuen Job zu finden, konnten wir immerhin 29 Frauen und 43 Männer dahingehend unterstützen, dass sie ein zumindest 2 Monate andauernde Dienstverhältnis fanden“, sagt der Freistädter AMS Leiter.
Wiedereinsteigerinnen
Eine besondere Gruppe, die es nicht leicht hat, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, ist die der Wiedereinsteigerinnen (nach der Kinderpause). Das AMS Freistadt unterstützte im Jahr 2016 insgesamt 147 Wiedereinsteigerinnen bei der Arbeitsaufnahme und 128 bei der Teilnahme an Qualifizierungsangeboten.
Schulungen
„Da die Sinnhaftigkeit von AMS – Schulungsangeboten immer wieder in Frage gestellt wird, sehen wir uns die Arbeitsaufnahmequote nach der Teilnahme an diesen Angeboten immer sehr genau an“, berichtet Rudlstorfer. Von den 948 Personen (510 Frauen/438 Männer), die 2016 ein Kursangebot des AMS Freistadt besuchten, standen 46,8% der Frauen und 54,6% der Männer, drei Monaten nach dem jeweiligen Kursende wieder in Beschäftigung.
Offene Stellen bei Betrieben im Bezirk
Offene Stellen können den Arbeitsuchenden nur angeboten werden, wenn diese auch vom AMS bei den Betrieben im Bezirk akquiriert werden. Dass diese Akquise durchaus erfolgreich verläuft zeigt die Tatsache, dass die Freistädter Betriebe das AMS im Vorjahr mit der Besetzung von 1.691 offenen Stellen und 272 offenen Lehrstellen beauftragt haben. Davon wurden 1618 offene Stellen und 247 offene Lehrstellen, mit Unterstützung des AMS Freistadt, besetzt. Im Zuge der Suche nach geeigneten Arbeitskräften, führten die Mitarbeiterinnen des Unternehmensservice in 95 Fällen zusätzlich eine Vorauswahl der BewerberInnen für die Betriebe durch. Um den Kontakt zu den Betrieben zu halten und gezielte Beratung anzubieten, besuchten die MitarbeiterInnen des Service für Unternehmen im vergangenen Jahr 199 Betriebe im Bezirk persönlich.
Spezielle Services für Saisonarbeitslose
Wie in den vergangenen Jahren auch, nutzen auch in diesem Winter (November bis Jänner) viele Arbeitslose die Möglichkeit der Antragstellung auf Arbeitslosengeld bei den Gemeindeämtern, der Gemeinden, die nicht an Freistadt grenzen, um sich so Wege zu ersparen. Bei fast allen dieser Gemeinden ist es auch möglich, den Antrag auf Arbeitslosengeld gleich wieder abzugeben, so dass sich ein großer Teil der „Wintersaisonarbeitslosen“ KundInnen den Weg zum AMS nach Freistadt überhaupt ersparen. – So können viele hundert Autokilometer gespart werden und auch der Klimaschutz profitiert von dieser Kooperation mit den Gemeinden im Bezirk. Über 169 Saisonarbeitslose haben dieses Service in diesem Winter bereits genutzt.
„Steigender Beliebtheit erfreut sich auch das Angebot, sich über Internet arbeitslos zu melden und auch gleich das Arbeitslosengeld über diese Schiene zu beantragen“, sagt Rudlstorfer. Im Jahr 2016 nutzten diese Möglichkeit 465 Personen.

Viele Betriebe und Arbeitsuchende wurden im vergangenen Jahr finanziell unterstützt.
• Insgesamt wurden 5.419 Anträge auf finanzielle Leistungen, wie Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Pensionsvorschuss, Altersteilzeitgeld, Weiterbildungsgeld, … von den MitarbeiterInnen des AMS Freistadt bearbeiten und dabei € 17.238.949,15 ausbezahlt.
• 334 Personen erhielten während der Teilnahme an Weiterbildungsangeboten eine Beihilfe zur Deckung ihres Lebensunterhaltes in der Höhe von insgesamt € 604.787,88
• 46 Personen erhielten Zuschüsse zu anfallenden Kurskosten in der Höhe von insgesamt € 33.122.85.
• 385 Personen bekamen Beihilfen zu den Kursnebenkosten (z.B. Reisekosten während eines Kursbesuches). Hierfür wurde ein Gesamtbetrag von € 53.809,09 aufgewandt.
• 17 Personen wurden mit insgesamt € 8.683,60 bei den Kosten der Kinderbetreuung unterstützt.
• 77 Personen aus dem Bezirk Freistadt nahmen am Unternehmensgründungsprogramm des AMS teil und machten sich in der Folge selbständig. 31 davon erhielten zum Start ihrer selbständigen Tätigkeit eine Gründerbeihilfe mit einer Gesamtsumme von
€ 83.713,63
• Eingliederungsbeihilfen wurden im vergangenen Jahr, nach vorherigem Antrag, an Betriebe bezahlt, die einer auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten, beim AMS vorgemerkten, Person aus dem Bezirk Freistadt eine Beschäftigungsmöglichkeit boten.
Diese Möglichkeit boten die Betriebe 194 Personen aus dem Bezirk. € 844.337,96 wurden dafür insgesamt ausgezahlt.
• 4 Einpersonenunternehmen beantragten eine Förderung für den/die ersten eingestellte/n MitarbeiterIn. Lohnkostenbeiträge in der Höhe von € 17.140,59 wurden an diese Unternehmen überwiesen.
• 61 Betriebe erhielten 2016 für die Ausbildung von, auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen oder Mädchen in nicht traditionelle Frauenberufen, eine Lehrstellenförderung in der Höhe von insgesamt € 140.010,99

„Alle Vorhersagen deuten darauf hin, dass sich die Situation im Jahr 2017 trotz der, bei uns in den vergangenen Monaten erkennbaren positiven Arbeitsmarktvorzeichen, wie z.B. den seit 7 Monaten sinkenden Arbeitslosenzahlen und dem Anstieg der offene Stellen, nicht wesentlich verbessern wird. Wir werden weiterhin alles daran setzen, offene Arbeitsstellen so rasch, wie möglich mit geeignete Arbeitsuchenden zu besetzen. Auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Arbeitsuchende unterstützen wir durch Qualifizierungsangebote und Einstellbeihilfen bei der Integration in den Arbeitsmarkt“, verspricht AMS – Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.

Autor:

Alois Rudlstorfer aus Freistadt

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