Mit Handwerkskunst umweltfreundich Strom erzeugen

Zimmermeister Christian Buchner (rechts im Bild) mit zwei seiner Mitarbeiter.
  • Zimmermeister Christian Buchner (rechts im Bild) mit zwei seiner Mitarbeiter.
  • Foto: Buchner
  • hochgeladen von Elisabeth Hostinar

UNTERWEISSENBACH. Kürzlich hat Oberösterreichs führender Ökoholzbauer, die Firma Buchner aus Unterweissenbach, einen nicht alltäglichen Auftrag und ein technisches Zimmerer-Meisterwerk finalisiert. „Wir haben schon einige Mühlenräder gefertigt, aber mit über 1,2 Tonnen Gewicht, einem Durchmesser von vier Metern und mit über 1200 Einzelteilen ist dieses Mühlenrad unser bisher größtes und gewichtigstes Wasserrad und wirklich etwas Besonderes.“, sagt Zimmermeister Christian Buchner, der „normalerweise“ mit 80 Mitarbeitern rund 600 Baustellen pro Jahr in einem Umkreis von rund 100 Kilometern abwickelt.
Das aus heimischem Lärchenholz gefertige „Riesenrad“ für die Müller-Familie Haunschmidt aus Unterweissenbach unterstreicht das handwerkliche Können der vielfach ausgezeichneten Mühlviertler Handwerksspezialisten und spannt den Bogen von uralter Tradition und Technik hin zu moderner Handwerkskunst und höchster Perfektion. Das Mühlenrad der Mühle Weidenau, die bis zum Jahr 2000 als Getreidemühle in Betrieb war, wird heute zur Stromerzeugung genutzt.

Mühlenrad-Herstellung ist seltene Handwerkskunst

Die Fertigung eines Mühlenrades ist eine „eigene Wissenschaft“ und tatsächlich schon immer eine seltene Handwerkskunst, da es nur
von wenigen Zimmerern beherrscht wurde und wird. Auch beim Ökoholzbauspezialisten Buchner ist ein Mühlenrad dieser Dimension aussergewöhnlich. Seit Unternehmensgründung 1979 hat das erfolgreiche Mühlviertler Handwerksunternehmen mehrere Wasserräder für unterschiedlichste Nutzungen, meist für regionale Tourismusprojekte, auch Gewerbe und Privat, hergestellt.

Die Summe der Details: Material, Handarbeit, Präzision, Erfahrung

Die einzelnen Arbeitsschritte zur Herstellung und Montage der rund 1.200 Einzelteile sind hauptsächlich Handarbeit und verlangen höchste Genauigkeit, viel Erfahrung und exakte Kenntnis des Materials sowie der künftigen Anforderungen an das Holz. Neben der sorgfältigen Materialauswahl ist es die Summe aus vielen Details, die letztlich den reibungslosen Mühlenantrieb ermöglichen.
Das aktuelle Mühlenrad ist aus heimischer Lärche gefertigt. Lärchenholz eignet sich für diese Anwendung, da es einerseits sehr beständig im Kontakt mit Wasser ist und andererseits die notwendige natürliche Ausdehnung des „arbeitenden Holzes“ in einem „2/100 von Trocken auf Nass“ bei den Taufeln (= den Schaufeln) und den Verbindungen (meist Holzdübel) ermöglicht.

Autor:

Elisabeth Hostinar aus Freistadt

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.