meinjob-freistadt.at
"Pendeln muss nicht sein!"

Von links: Alois Rudlstorfer, Friedrich Stockinger, Rudolf Ortner, Gabriele Lackner-Strauss, Dieta Dorninger, Dietmar Wolfsegger und Christian Naderer.
  • Von links: Alois Rudlstorfer, Friedrich Stockinger, Rudolf Ortner, Gabriele Lackner-Strauss, Dieta Dorninger, Dietmar Wolfsegger und Christian Naderer.
  • Foto: WKOÖ
  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Anfang April wurde die Kampagne "meinjob-Freistadt" präsentiert. Die Plattform läuft gut an. Das Interesse an regionalen Arbeitgebern steigt. Die heimische Wirtschaft zeigt sich zufrieden. 

BEZIRK FREISTADT.  „Die Mühlviertler nehmen vielfach das Pendeln mit allen Nachteilen hin, ohne es zu hinterfragen“, sagt Rudolf Ortner, Wirtschaftskammerfunktionär und Unternehmer aus Tragwein. "Wir möchten die alten Vorurteile aufbrechen, dass Jobs im Bezirk weniger interessant sind oder schlechter bezahlt werden als jene im Zentralraum." Tatsächlich ist das Lohn- und Gehaltsniveau im Bezirk Freistadt in den letzten Jahren stark gestiegen, die Jobangebote sind wesentlich vielfältiger geworden. Durch die Ansiedelung neuer Betriebe und die positive Entwicklung der eingesessenen Unternehmen werden Jobs in jeder Branche und jeder Qualifikation angeboten.

Bereits erste Beschäftigungsverhältnisse

Um der Tradition des Pendels entgegenzuwirken, präsentierte die heimische Wirtschaft vor einigen Wochen die Plattform "meinjob-freistadt.at" und rief eine dazugehörige Kampagne ins Leben. "Regionale Betriebe können sich auf der Online-Plattform mit all ihren Vorteilen und Sozialleistungen für Arbeitnehmer präsentieren", betont Dietmar Wolfsegger, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer (WKO) Freistadt. Erste Beschäftigungsverhältnisse wurden darüber bereits abgeschlossen. "Das Portal ist speziell für den Bezirk Freistadt entwickelt worden und soll den Arbeitskräften zeigen, welche tollen Arbeitsplätze direkt vor der Haustüre auf sie warten", ergänzt Wolfsegger.

Alternativen zum Stau

"Das Portal wird bereits sehr gut angenommen", so Ortners erstes Fazit. "Jetzt sind die Unternehmen gefordert, es mit interessanten Jobangeboten zu füllen und damit einige Auspendler zurück in den Bezirk zu holen. Dann sprechen wir von einer echten Win-win-Situation." Eine weitere Informationskampagne ist geplant. "Wir müssen die Pendler des Bezirkes davon überzeugen, dass es Alternativen zum täglichen Staustehen gibt. Hierfür werden wir auf den Hauptpendler-Routen mit Plakaten für Aufmerksamkeit sorgen", sagt Wolfsegger. Slogans wie „Mein Job im Bezirk heißt: die Prinzessin ins Bett bringen“ sollen den Freizeitaspekt betonen. "Mehr Zeit für Familie und Freunde ist für viele ein schlagendes Argument für die Jobwahl", so Wolfsegger. Auch er zeigt sich nach den ersten Wochen zufrieden: "Derzeit halten wir bei 24 regionalen Arbeitgeberbetrieben, die sich auf meinjob-freistadt.at präsentieren und es werden wöchentlich mehr.

Zur Sache

  • 38,8 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren pendeln aus dem Bezirk Freistadt aus.
  • 17 Tage lässt ein Tagespendler, dessen Arbeitsplatz 30 Kilometer entfernt ist, pro Jahr auf der Strecke.
  • 3.000 bis 5.000 Euro muss ein Pendler pro Jahr an Fahrtkosten investieren, wenn sein Arbeitsplatz 30 Kilometer von seinem Wohnort entfernt ist.
  • 11.148 Arbeitnehmer aus dem Bezirk müssen für die Fahrt zur Arbeit mindestens 30 Minuten in Kauf nehmen.

Quelle: Statistik Austria, WKO

Autor:

Elisabeth Klein aus Freistadt

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