Softwarepark Hagenberg wird zum Kompetenzzentrum für Informationssicherheit

Gerald Reisinger, Geschäftsführer FH OÖ GmbH, Bgm.  Kathrin Kühtreiber-Leitner, Hagenberg, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Arch. Bmst Markus Fahrner, fahrner GmbH, und Rektor Univ.-Prof. Meinhard Lukas, Johannes Kepler Universität Linz
  • Gerald Reisinger, Geschäftsführer FH OÖ GmbH, Bgm. Kathrin Kühtreiber-Leitner, Hagenberg, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Arch. Bmst Markus Fahrner, fahrner GmbH, und Rektor Univ.-Prof. Meinhard Lukas, Johannes Kepler Universität Linz
  • Foto: Land OÖ / Daniel Kauder
  • hochgeladen von Elisabeth Hostinar

HAGENBERG. Laut einer aktuellen Erhebung waren sieben von zehn Unternehmen und sogar neun von zehn Industrieunternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyberangriffen.
Gleichzeitig schafft Digitalisierung die Basis für neue Geschäftsmodelle, Beschäftigung und Möglichkeiten, sich im internationalen Wettbewerb zu positionieren.

„Unser Ziel ist, dass sich Oberösterreich ganzheitlich als Information Security-Region positioniert. Über die gesamte Innovationskette Bildung, Forschung und Wirtschaft haben wir Stärken, die uns zu einem auch international sichtbaren Hot-Spot für den Bereich Informationssicherheit werden lassen“, erklärt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Das Zentrum soll der Softwarepark Hagenberg werden. Er ist schon jetzt ein Innovationstreiber für Oberösterreich und darüber hinaus. Zehn  Forschungseinrichtungen, 23 Ausbildungsprogramme und 75 Unternehmen bilden eine einzigartige Symbiose von Forschung, Lehre und Wirtschaft auf dem Areal rund um das Schloss Hagenberg.
In diesem Sinn wird der Softwarepark Hagenberg künftig mit einem klaren inhaltlichen Schwerpunkt zur Drehscheibe für das Thema Informationssicherheit ausgebaut.
Als Trendsetter im Themenbereich „Sichere Informationssysteme“ startete die FH OÖ Campus Hagenberg schon im Jahr 2000 mit Information-Security Forschung und Ausbildung. Heute ist das Department „Sichere Informationssysteme“ mit aktuell neun hauptberuflichen Professoren und mittlerweile 600 Absolventen eines der führenden Information Security Kompetenzzentren in Europa. Aktuell werden drei technische Studiengänge im Themenfeld Informationssicherheit und –IT-Security am FH OÖ Campus Hagenberg angeboten.
Am 8. Februar startet eine Eventreihe „Information Security“, die im Juni und November fortgesetzt wird. Auch bei der Langen Nacht der Forschung im April 2018 dreht sich im SWPH alles um Informationssicherheit. Bei den Technologiegesprächen im August in Alpbach wird der oberösterreichische Arbeitskreis ebenfalls unter diesem Thema stehen.
Als jährliches Highlight wird am 2./3. Mai 2018 das Security Forum an der FH OÖ Campus Hagenberg zum 16. Mal veranstaltet werden. Das Security Forum mit seinen mehr als 200 internationalen Besucher/innen ist eine der ältesten IT-Security-Konferenzen im deutschsprachigen Raum.
Ein weiterer Baustein für die Kompetenzregion Oberösterreich ist das Information Security Network (ISN), das beim IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria angesiedelt ist. Dieses wird als zentrale Servicestelle zum Thema Informationssicherheit Unternehmen aller Branchen zur Verfügung stehen. „Die wichtigsten Aufgaben sind, Anbieter und Nachfrager – vor allem unter den kleinen und mittleren Unternehmen - im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz miteinander zu vernetzen. Damit wird die internationale Sichtbarkeit Oberösterreichs erhöht und die regionale Security-Industrie gestärkt“, ist Wirtschaftsreferent LH-Stellvertreter Michael Strugl überzeugt.

Die erfolgreiche Entwicklung im Softwarepark Hagenberg lässt auch die Nachfrage nach (Büro-) Flächen immer weiter steigen. Ein erster Schritt, um diesen Bedarf zu decken, ist mit der Ansiedlung des Business Campus direkt an der Einfahrt zum SWPH gelungen. Der Feldkirchner Baumeister und Architekt Markus Fahrner errichtet ein neues Bürogebäude mit 3300 Quadratmetern vermietbarer Fläche. „Nach derzeitigem Stand der Gespräche mit potenziellen Mietern werden dort rund 100 Arbeitsplätze entstehen“, sagt Markus Fahrner.

„Ein ganz wesentlicher Schwerpunkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region. Das Thema Arbeiten und Wohnen ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Gemeindepolitik“, sagt Hagenbergs Bürgermeisterin Kathrin Kühtreiber-Leitner.

Der Rektor der Johannes Kepler Universität, Univ.-Prof. Meinhard Lukas zur weiteren Entwicklung: "Der Softwarepark schlägt nun ein neues, spannendes Kapitel und schreibt die Technologie-Geschichte weiter: Die IT Security entscheidet über Sein- oder Nichtsein in der Digitalisierung. Am  Themenfeld kommt kein Unternehmen vorbei – egal ob regionales EPU oder globaler Großkonzern.“

Der Softwarepark Hagenberg beschreitet auch personell neue Wege: Mit der Leitung wird nicht, wie ursprünglich geplant, ein Professor, sondern ein Manager betraut – die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft wird damit weiter verstärkt. Nach dem Abgang Buchbergers hatte die Johannes Kepler Universität ursprünglich eine Professur für Software Science ausgeschrieben, aufgrund eines Rechtsmittels war aber eine Besetzung bis heute nicht möglich. „Das Gerichtsverfahren ist nach wie vor anhängig, die Entscheidung können wir nicht weiter abwarten“, erklärt Rektor Lukas.

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