Produktion läuft weiter
Strenge Sicherheitsmaßnahmen bei Schinko in Neumarkt

Für die Mitarbeiter von Schinko gelten zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen.
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  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Bei der Firma Schinko in Neumarkt läuft die Produktion unter strengen Sicherheitsmaßnahmen weiter, denn die Lieferketten dürfen nicht unterbrochen werden. Die Mitarbeiter zeigen großes Verständnis und sind überaus diszipliniert. 

NEUMARKT. "Unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und deren Familien, Lieferanten, Partnern und Kunden nehmen wir sehr ernst", betont der geschäftsführende Gesellschafter Gerhard Lengauer. Bereits mit 12. März – also noch vor Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen der Bundesregierung – habe das Unternehmen ein umfassendes internes Maßnahmenpaket in Kraft gesetzt. 

Neu geregelt wurde unter anderem der Zutritt zum Unternehmen, die Bedienung von PC-Tastaturen, Türgriffen und Wasserhähnen. Alle Mitarbeiter wurden seither mehrmals in kleinen Gruppen über die neuen Maßnahmen von der Geschäftsleitung persönlich informiert. "Wir tun unser Möglichstes, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter bei weiterlaufender Produktion zu schützen und zugleich unseren Kunden ein verlässlicher, liefertreuer Partner zu sein", sagt Lengauer. "Die zahlreichen persönlichen Meetings sind für unsere Mitarbeiter sehr wichtig gewesen. Sie hatten zahlreiche Fragen, die Unsicherheit und Ungewissheit war selbstverständlich groß."

Strenge Richtlinien

Für alle, die nicht von zuhause aus arbeiten können, würden sowohl in den Büros als auch in der Fertigung Bewegungszonen eingerichtet, in die der Zutritt für andere verboten ist. "Besuche von Kunden- und Lieferanten sind strengstens untersagt. Alle Innentüren bleiben während der Geschäftszeiten offen. Geräte, die von mehreren Personen benutzt werden, dürfen nur mit Handschuhen verwendet werden", beschreibt der Schinko-Chef die aktuellen Arbeitsbedingungen. Die Kantine ist gesperrt, ebenso wie Bäder, Umkleide- und Raucherräume. Mitarbeiter, die auch nur leichte Anzeichen einer Erkrankung zeigen, werden sofort nach Hause geschickt und dürfen erst nach ärztlicher Abklärung wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. 

Die Vorkehrungen bei Schinko werden kontinuierlich weiter verschärft. "Diese Woche wurde die Belüftungsanlage auf 100 Prozent Frischluft umgestellt, alle Fahrgemeinschaften wurden aufgelöst und die Fertigung wurde auf zwei Schichten aufgeteilt, die absolut keinen Kontakt zueinander haben dürfen", so Lengauer. Alle gesetzten Schritte gelten zumindest bis Ende April. "Ich muss mich bei allen Mitarbeiter an dieser Stelle bedanken. Sie gehen mit den Regelungen sehr diszipliniert um. Die größte Challenge wird nun sein, dass wir diese Regeln langfristig befolgen und umsetzen, denn dieser Arbeitsalltag wird noch einige Wochen andauern."

Lieferkette darf nicht zusammenbrechen

Dass Schinko seinen Betrieb nicht wie andere Unternehmen einstelle, stieß auch auf Unverständnis. Lengauer dazu:

"Zum aktuellen Zeitpunkt müssen wir alles dafür tun, dass die wirtschaftliche Maschinerie Österreichs nicht zusammenbricht. Wichtig ist neben strengen Sicherheitsvorkehrung derzeit auch, dass die Lieferketten nicht zusammenbrechen. Das muss man in einem größeren Zusammenhang betrachten, denn wenn irgendwann in einer Werkstätte keine Ersatzteile mehr vorhanden sind, kommt die Ärztin oder Krankenschwester nicht mehr ins Krankenhaus. Kann ein Bauer seinen Traktor nicht reparieren, kann er keine Lebensmittel produzieren. Das ist alles massiv miteinander verbunden und wird nicht in zwei Wochen vorbei sein. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, die Produktion weiterlaufen zu lassen."

Derzeit keine Engpässe bei Lieferung und Produktion

Die Fertigung laufe bei Schinko derzeit unter Vollbetrieb. Alle Aufträge können wie geplant ausgeliefert werden. "Die Hauptbestandteile unserer Produkte sind Rohstoffe, wie Blech und Pulver sowie Normteile wie Griffe, Scharniere oder Dichtungen. Wir verfügen über ausreichend Lagerbestände und sind beim Blech durch entsprechende Rahmenbevorratung unserer Lieferanten innerhalb Europas gut abgesichert. Normteile, speziell mit Spritzgussanteilen, kommen natürlich vermehrt aus Asien, aber auch hier ist aktuell noch kein Engpass spürbar", versichert Lengauer. Die getroffenen Grenzschließungen in die Nachbarländer, insbesondere nach Tschechien, habe man im Blick und Maßnahmen eingeleitet, um hier lieferfähig zu bleiben. Tschechische Mitarbeiter dürfen nach wie vor einreisen. Sollte sich das ändern, habe man bereits einen Plan B.

Für die Mitarbeiter von Schinko gelten zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen.
Gerhard Lengauer ist geschäftsführender Gesellschafter bei Schinko.

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